Baschir Schihab II.
libanesischer Emir
From Wikipedia, the free encyclopedia
Baschir Schihab II. (arabisch بشير الثاني الشهابي, DMG Bašīr aṯ-ṯānī aš-Šihābī; geb. 2. Januar 1767[1]; gest. 1850[2]) war von 1788 bis 1840 Emir des osmanischen Emirat Libanonberg. Seine Herrschaft fiel in eine Übergangsphase, die von osmanischen Reformen und europäischen Interventionen geprägt war. Obwohl er zum maronitischen Christentum konvertierte, beruhte seine politische Autorität zunächst auf sozialen Hierarchien, Patronagebeziehungen und Loyalität gegenüber der osmanischen Zentralmacht, nicht auf konfessioneller Zugehörigkeit. Baschir Schihab II. gilt daher weniger als Begründer konfessioneller Politik, sondern als letzte zentrale Figur der alten Eliteordnung, deren Zusammenbruch aufgrund der europäischen Einflusses und den osmanischen Tanzimat-Reformen den Weg für den politischen Konfessionalismus ebnete.[3]



Siehe auch
Literatur
- Mikhail Mishaqa: Murder, Mayhem, Pillage, and Plunder: The History of the Lebanon in the 18th and 19th Centuries. (SUNY Press, Albany 1988). Aus dem Arabischen übersetzt von Wheeler McIntosh Thackston. (in Teilansicht)
- Matti Moosa: The Maronites in History. Gorgias Press 2005
- Alfred Schlicht: Frankreich und die syrischen Christen 1799–1861: Minoritäten und europäischer Imperialismus im Vorderen Orient. Islamkundliche Untersuchungen 61, Berlin: Schwarz, 1981 (in Teilansicht)