Basima Abdulrahman
irakische Bauingenieurin und Unternehmerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Basima Abdulrahman (kurdisch بەسیما عەبدولڕەحمان; * 1986 oder 1987) ist eine irakische Bauingenieurin und Unternehmerin sowie Gründerin und Leiterin von KESK, einem in Erbil ansässigen ökologischen Technologieunternehmen, das erneuerbare Energien mit Software-Lösungen verbindet.[1] Im Jahr 2019 war sie Vizevorsitzende der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos.[2] Sie ist Laureatin der Cartier Women’s Initiative 2021.[3] Im Jahr 2023 wurde sie in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen.[4]
Leben
Abdulrahman wuchs in Bagdad auf; ihre kurdischen Eltern waren aus der Südtürkei dorthin gezogen.[5] Aufgrund des Irakkriegs zog ihre Familie im Jahr 2006 in die Autonome Region Kurdistan.[5] Über das Fulbright-Programm ging sie 2012 an die Auburn University in den Vereinigten Staaten, wo sie 2014 den Master in Bauingenieurwesen erwarb.[6] Zuvor hatte sie an der Universität Duhok einen Bachelor in Bauingenieurwesen abgeschlossen.[7]
Wirken
Nach dem Studium kehrte Abdulrahman in den Irak zurück und gründete KESK als erste auf nachhaltige Architektur spezialisierte Beratung des Landes.[2] Im Jahr 2018 diskutierte sie in Davos auf dem Panel From Fragile Cities to Renewal mit David Cameron und Alain Berset über Wiederaufbau und Nachhaltigkeit.[6] 2019 gehörte sie zum Vorsitz des Weltwirtschaftsforums.[2] Seither entwickelte sie KESK von einer Beratung fürs grüne Bauen zu einem grünen Technologieanbieter, der Solarenergie-Installationen mit Software-Überwachung und einem Kohlenstoff-Gutschriften-Angebot verbindet.[8] KESK kombiniert erneuerbare Energien und Software in Irak.[1] Für ihr Unternehmertum wurde sie 2021 als Laureatin der Cartier Women’s Initiative ausgezeichnet; die Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar dotiert.[3] Das Time-Magazin porträtierte sie 2019 als eine von acht jungen Führungspersönlichkeiten, welche die Welt mitgestalten wollen.[9] 2023 war sie zudem Teil der BBC-Reihe 100 Women.[4]