Basketball-Europameisterschaft der Frauen
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Die Basketball-Europameisterschaft der Frauen ist ein Basketballwettbewerb für europäische Frauen-Nationalmannschaften. Der Weltbasketballverband FIBA und der Kontinentalverband FIBA Europa veranstalten und vermarkten das Turnier unter der offiziellen Bezeichnung FIBA Women's EuroBasket.
| Basketball-Europameisterschaft der Frauen | |
| Voller Name | FIBA Women's EuroBasket |
| Verband | FIBA Europa |
| Erstaustragung | 1938 |
| Mannschaften | 16 |
| Titelträger | |
| Rekordsieger | |
| Website | womenseurobasket.basketball |
Alle zwei Jahre können sich die Nationalmannschaften aus dem FIBA Europa Verband für die Endrunde der Europameisterschaft qualifizieren. In einem abschließend knapp zweiwöchigen Turnier wird daraus die beste Nationalmannschaft als Europameister ermittelt. Das jeweilige Gastgeberland, seit 2015 meist mehrere Gastgeberländer, richtet das Turnier aus.
2025 fand die 40. Austragung vom 18. bis zum 29. Juni in den vier Gastgeber-Ländern Tschechien, Deutschland, Griechenland und Italien statt. Belgien konnte seinen Titel aus dem Jahr 2023 nach einem Finalsieg über Spanien verteidigen und ist amtierender Europameister. Die nächste Endrunde soll im Juni 2027 in Belgien, Finnland, Schweden und Litauen ausgetragen werden.
Geschichte
Das erste Turnier fand 1938 in Italien statt, an dem nur fünf Nationalmannschaften teilnahmen. Die Gastgeberinnen sicherten sich den allerersten Titel eines Basketball-Europameisters der Frauen. Im folgenden Jahr begann der Zweite Weltkrieg und unterbrach die Organisation von europäischen Basketballturnieren für lange Zeit.
Die zweite Europameisterschaft fand erst 12 Jahre später, im Jahr 1950, in Ungarn statt. Dieses Turnier markierte den Beginn der Ära der Dominanz der Sowjetunion und weiterer osteuropäischer Mannschaften, die vier Jahrzehnte andauern sollte. Vier Jahrzehnte lang endeten die meisten Europameisterschaften mit sehr vorhersehbaren Ergebnissen – die Sowjetunion holte die Goldmedaille, während Silber und Bronze an die Tschechoslowakei und andere osteuropäische Mannschaften gingen.
Am 13. Juni 1991 endete mit einer 74:75-Niederlage der Sowjetunion gegen Jugoslawien im zweiten Gruppenspiel der Europameisterschaft 1991 die längste Siegesserie in der Geschichte der Europameisterschaft der Frauen.[1] Die Siegesserie begann am 3. Juni 1960 mit einem 58:56-Sieg der Sowjetunion über die Tschechoslowakei zum Auftakt der Europameisterschaft 1960 und erstreckte sich über 31 Jahre und beeindruckende 114 in Folge gewonnener Partien bei einer Europameisterschaft der Damen. Allein während dieser Siegesserie sicherte sich die Sowjetunion 16 Europameister-Titel.
Anfang der 1990er Jahre änderte sich die Situation jedoch nach dem Zerfall der Sowjetunion, der SFR Jugoslawien und der Tschechoslowakei grundlegend. Bei der Europameisterschaft 1993 in Italien standen sich im Endspiel zum ersten Mal zwei westeuropäische Mannschaften gegenüber – Spanien holte sich seinen ersten Europameistertitel mit einem 63:53-Finalsieg über Frankreich.
Zwei Jahre später wurde die Ukraine die erste postsowjetische Nationalmannschaft, die den Europameistertitel gewann, nachdem sie im Endspiel der Europameisterschaft 1995 gegen Italien mit 77:66 siegreich war. Die Europameisterschaft 1997 war ein Erfolg für Litauen, während Deutschland die Bronzemedaille gewann und zum ersten Mal seit der deutschen Wiedervereinigung eine deutsche Mannschaft auf dem Podium stand.
Die Endspiele 2017 und 2019 endeten zugunsten Spaniens, das jeweils Frankreich besiegte und damit als erste Nationalmannschaft nach der Sowjetunion ihren eigenen Europameistertitel verteidigen konnte. Eine weitere Titelverteidigung gelang Belgien bei der Europameisterschaft 2025 nachdem sie 2023 zum ersten Mal Europameister wurden.
Turniere im Überblick
Das Turnier der Damen wurde zwischen 1950 und 1980 im Zweijahresrhythmus in geraden Jahren veranstaltet und findet seit 1981 in ungeraden Jahren statt. Bis 1978 wurden die Medaillengewinner meist in einem Ligasystem ermittelt. Seit 1980 werden die Medaillengewinner durchgängig über eine im Playoff-System ausgetragene Finalrunde bestimmt.
Medaillenspiegel
Der Medaillenspiegel zeigt eine Übersicht der Nationalmannschaften aller Länder, die von 1938 bis 2025 Medaillen bei einer Europameisterschaft gewinnen konnten. Kursiv hervorgehobene Nationalmannschaften existieren nicht mehr.
| Rang | Land | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 21 | 1 | 0 | 22 | |
| 2 | 4 | 3 | 5 | 12 | |
| 3 | 3 | 3 | 2 | 8 | |
| 4 | 2 | 8 | 2 | 12 | |
| 5 | 2 | 0 | 2 | 4 | |
| 6 | 2 | 0 | 1 | 3 | |
| 7 | 1 | 5 | 4 | 10 | |
| 8 | 1 | 2 | 2 | 5 | |
| 9 | 1 | 1 | 2 | 4 | |
| 10 | 1 | 1 | 0 | 2 | |
| 1 | 1 | 0 | 2 | ||
| 12 | 1 | 0 | 0 | 1 | |
| 13 | 0 | 7 | 8 | 15 | |
| 14 | 0 | 4 | 2 | 6 | |
| 15 | 0 | 2 | 5 | 7 | |
| 16 | 0 | 1 | 1 | 2 | |
| 0 | 1 | 1 | 2 | ||
| 18 | 0 | 0 | 1 | 1 | |
| 0 | 0 | 1 | 1 | ||
| 0 | 0 | 1 | 1 |
