Bastian Kraft

deutscher Theaterregisseur From Wikipedia, the free encyclopedia

Bastian Kraft (* 1980 in Göppingen[1], aufgewachsen in Hessen) ist ein deutscher Theaterregisseur. Er lebt in Berlin und Zürich.

Nach seinem Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen war Kraft, der bereits zu Studienzeiten Regieassistenzen am Schauspiel Frankfurt und am Schauspiel Hannover absolvierte, von 2007 bis 2010 am Burgtheater Wien als Regieassistent tätig.[1][2] 2010 brachte er dort im Vestibül Oscar Wildes Roman Das Bildnis des Dorian Gray auf die Bühne.

Auch in anderen Inszenierungen griff Kraft immer wieder auf Romanvorlagen zurück, beispielsweise bei seiner Uraufführung von Helene Hegemanns Erstlingswerk Axolotl Roadkill oder bei seiner Adaption von Kafkas Romanfragment Amerika am Hamburger Thalia Theater, mit der er 2010 erstmals zum Festival radikal jung am Volkstheater München eingeladen wurde. Es folgten weitere Adaptionen, u. a. von Dostojewskis Schuld und Sühne am Schauspiel Frankfurt 2016, von Thomas Manns Buddenbrooks am Schauspielhaus Zürich 2017 oder von Klaus Manns Mephisto am Wiener Burgtheater 2018.[3]

Sein Opern-Debüt hatte Kraft mit Antonín Dvořáks Rusalka 2022 an der Staatsoper Stuttgart.[3]

Inszenierungen (Auswahl)

Auszeichnungen

  • 2010: Einladung seiner Inszenierung von Amerika (Thalia Theater Hamburg) zu radikal jung und Gewinn des Publikumspreises des Festivals[4]
  • 2011: Einladung seiner Inszenierung Dorian Gray (Burgtheater Wien) zu radikal jung[5]
  • 2012: Einladung seiner Inszenierung von Felix Krull (Volkstheater München) zu radikal jung und Gewinn des Publikumspreises des Festivals[4]
  • 2013: Rolf-Mares-Preis in der Kategorie Herausragende Inszenierung/Aufführung für Der zerbrochne Krug im Thalia Theater[6]
  • 2017: Friedrich-Luft-Preis für Tod eines Handlungsreisenden am Deutschen Theater Berlin
  • 2023: Theaterpreis Hamburg in der Kategorie Inszenierung für "Der Talisman" am Thalia Theater.[7]
  • 2023: Nominierung Deutscher Theaterpreis "Der Faust" in der Kategorie "Inszenierung Musiktheater" für "Rusalka" an der Staatsoper Stuttgart[8]
  • 2025: Nominierung Nestroy-Preis in der Kategorie "Beste Aufführung im Deutschsprachigen Raum" für "Die kleine Meerjungfrau"[9]

Belege

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