Bat Ajin
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Bat Ajin (hebräisch בת עין ‚Augapfel‘) ist eine israelische Siedlung im Westjordanland. Die Siedlung wurde 1989 gegründet und gehört zum Siedlungsblock Gusch Etzion. 1994 hatte Bat Ajin 319, Ende 2016 1307 Einwohner.
| Bat Ajin בַּת עַיִן | ||
|---|---|---|
| Gebiet: | Westjordanland (Judäa und Samaria) | |
| Regionalverwaltung: | Gusch Etzion | |
| Gegründet: | 1989 | |
| Koordinaten: | 31° 39′ N, 35° 6′ O | |
| Einwohner: | 1.307 (2016[1]) | |
| Website: | ||
Die internationalen Organisationen und die Staatengemeinschaft erachten Bat Ajin wie alle israelischen Siedlungen in den seit 1967 besetzten Gebieten als illegal gemäß geltendem Völkerrecht (IV. Genfer Konvention). Israel bestreitet jedoch, dass es sich um besetztes Gebiet handelt, in dem das IV. Genfer Konvention Gültigkeit hat.[2]
Die Gründer von Bat Ajin waren ursprünglich nicht orthodox-jüdische Israelis, die sich neu zum orthodoxen Judentum bekannt hatten. Sie sind einer Strömung des religiösen Zionismus zuzuordnen, die chassidische Lehren von Chabad, Rabbi Nachman, Zvi Yehuda Kook und Shlomo Carlebach verbindet.
Im Jahr 2002 versuchte eine jüdische Terror-Organisation aus der Siedlung, Anhänger von Meir Kahane, einen Sprengstoffanschlag auf eine palästinensische Mädchenschule in Jerusalem zu verüben. Ein prominenter Bewohner von Bat Ajin ist Moti Karpel,[3] der Chefredaktor der Siedlerzeitung Nekuda. Karpel machte in der im Dezember 2005 erschienen Nr. 286 mit einer polemischen Kriegserklärung an „Israelis“ auf sich aufmerksam, die er gegenüber „Juden“ als weniger wünschenswert ansieht und die „Juden“ – damit meint er seine eigenen religiös-zionistischen Gesinnungsgenossen – deshalb bekämpfen müssten.
Am 13. Juli 2009 zündeten israelische Siedler aus Bat Ajin palästinensische Plantagen an, um gezielt Mandel- und Olivenbäume zu zerstören.[4] Im Vormonat hatten die Siedler rund 200 Bäume der palästinensischen Bauern in der Umgebung zerstört, und die israelische Armee hatte 15 linke israelische Aktivisten festgenommen, welche die palästinensischen Bauern unterstützen wollten.[5]
Weblinks
- Bat Ayin ( vom 21. Juli 2009 im Internet Archive); Außenposten: Bat Ayin East ( vom 25. Oktober 2007 im Internet Archive), Bat Ayin West ( vom 24. Oktober 2007 im Internet Archive), Old Massu'ot Itzhak ( vom 25. Oktober 2007 im Internet Archive) (Schalom Achschaw)
- Settlers charged with bomb plot (BBC, 28. Mai 2002)
- Nadav Shragai: Shas MKs push to commute Jewish terror sentences (Haʾaretz, 11. Januar 2007)
- Yuval Yoaz: Supreme Court rejects appeal of the 'Bat Ayin Underground' (Haʾaretz, 11. Dezember 2006)

