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Bataljon Sparta

militärische Einheit des proklamierten Staates Volksrepublik Donezk From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Bataljon Sparta (deutsch Bataillon Sparta) ist eine militärische Einheit, die bis 31. Dezember 2022 formal der selbstproklamierten Volksrepublik Donezk unterstellt war. Laut Bericht des britischen Militärnachrichtendienstes wurde die Einheit Ende des Jahres 2022 in die Streitkräfte der russischen Föderation eingegliedert. Tatsächlich jedoch wurde die Miliz nach Ansicht des britischen Militärgeheimdienstes und nach Ansicht von Osteuropahistorikern bereits seit dem Jahr 2014 insgeheim von Russland kontrolliert.[1][2]

Wappen des Bataljon Sparta
Flagge des Bataljon Sparta

Laut Belltower.News vertritt der Verband großrussische Ambitionen und ultranationalistische Ansichten.[3] Das Bataljon hat eine einschlägige Reputation von rücksichtslosen[4] Kriegsverbrechern[5]. Sparta ist seit 2015 mit EU-Sanktionen belegt.[6]

Symbole

Die Hauptfarben der Flagge des Bataljon Sparta sind der Flagge der Romanow und des Russischen Zarenreiches 1858–1883 entnommen. Laut Belltower.News seien Namen und Logo der Gruppe offenbar vom fiktiven „Orden Sparta“ aus dem Metro-2033-Universum inspiriert und das rote „M“ im Abzeichen fast direkt von dort übernommen worden.

Geschichte

Aufstellung

Arsen Pawlow (rechts), der damalige Kommandant der Einheit, mit weiteren Angehörigen des Bataljon Sparta (auf einem BTR-70 sitzend) bei einer Parade zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland in Donezk 2015

Das Bataillon wurde aus Freiwilligen geformt, die ehemals in einem von Arsen Pawlow geführten Panzerabwehrtrupp dienten.

Einsätze

Das Bataillon wurde unter anderem in folgenden Kampfhandlungen im Rahmen des Krieges in der Ukraine eingesetzt:

Anführer

Wladimir Putin übergibt an Artem Schoga im Mai 2022 die posthum an dessen Sohn Wladimir vergebene Auszeichnung Held der Russischen Föderation.

Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren ehemaligen Anführer, Arsen Pawlow (1983–2016, Kampfname "Motorola"). Nach dessen Tod bei einem Anschlag wurde die Einheit von Wladimir Schoga (1993–2022) kommandiert,[15] der im Krieg in der Ukraine am 5. März 2022 bei Wolnowacha getötet und tags darauf von Präsident Putin posthum als Held der Russischen Föderation ausgezeichnet wurde.[13] Daraufhin übernahm dessen Vater Artem Schoga das Kommando.

Kritik

Die Einheit wurde verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt, welche unter anderem in Videos dokumentiert seien.[16]

Nach seinem Tod wurde Wladimir Schoga und das Bataljon Sparta am 6. März 2022 von mehreren Boulevardmedien als neonazistisch bezeichnet,[17][18][19][20] laut Belltower.News allerdings, ohne entsprechende Belege dafür zu liefern. Die Farben der vom Bataljon Sparta verwendete Zarenflagge würden unter anderem auch von der rechtsextremen Russischen Reichsbewegung verwendet.[3] Auch die Partei Die Linke merkte in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung an, dass die Farben im Logo des Bataljon Sparta denjenigen der Russischen Reichsbewegung gleichen.[6]

Einzelnachweise

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