Beata Mazurek
polnische Politikerin und Soziologin
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Beata Mazurek (* 19. Oktober 1967 in Ostrów Mazowiecka als Beata Cieluch) ist eine polnische Politikerin (PiS). Sie war von 2005 bis 2019 Abgeordnete des Sejm in der V., VI., VII. und VIII. Wahlperiode. Vom 11. Januar 2018 bis zum 28. Mai 2019 war sie eine der Vizemarschälle. Von 2019 bis 2024 gehörte sie dem Europäischen Parlament an.

Leben und Beruf
Mazurek schloss das private Allgemeinbildende Lyceum des Ordens der Schwestern des Wiederauferstandenen in Warschau ab. 1991 wurde sie Magistra für Soziologie an der Katholischen Universität Lublin. Sie schloss auch an der Hochschule für Unternehmertum und Verwaltung in Lublin das Aufbaustudium für Management in der Verwaltung und in der Kommunalen Selbstverwaltung sowie für Europäische Verwaltung und Selbstverwaltung an der Humanistischen Hochschule in Pułtusk ab.
Sie war Vorsitzende des städtischen Gesellschaftsrats für behinderte Menschen in Chełm und Mitautorin eines Aktionsprogramms für die Chancengleichheit und Integration Behinderter in dieser Stadt. Zudem arbeitete sie im städtischen in Chełm, der Warschauer Regionalstelle der Gewerkschaft Solidarność und dem Arbeitsamt der Woiwodschaft Chełm. 2024 wurde sie Präsidentin von Lubelskie Dworce, einem staatlichen Unternehmen, das von der Verwaltung der Woiwodschaft Lublin kontrolliert wird.[1]
Mazurek ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.
Politik
Bei den Selbstverwaltungswahlen 2002 kandidierte Mazurek zunächst erfolglos auf der Liste des Wahlkomitees „Krzysztofa Grabczuka Kocham Chełm“ für den Stadtrat von Chełm.[2] Sie konnte aber bereits zu Beginn der Wahlperiode für den zum Stadtpräsidenten gewählten Krzysztof Grabczuk in den Stadtrat nachrücken. Bei der Europawahl 2004 bewarb sie sich vergeblich für die Prawo i Sprawiedliwość (PiS) um ein Mandat.[3]
Bei den Parlamentswahlen 2005 wurde Mazurek mit 7.012 Stimmen über die Liste der PiS für den Wahlkreis Chełm in den Sejm gewählt.[4] Während dieser V. Wahlperiode saß sie in der Sejm Kommission für EU Angelegenheiten. Bei den Sejmwahlen 2007 wurde sie für die PiS mit 15.821 Stimmen als Abgeordnete bestätigt.[5] Während der VI. Wahlperiode war sie Mitglied der Sejm Kommissionen für EU Angelegenheiten und Gesellschaftspolitik. Bei den Sejmwahlen 2011 wurde sie für die PiS mit 22.249 Stimmen als Abgeordnete bestätigt.[6] Während der VII. Wahlperiode war sie Mitglied der Sejm Kommissionen für Sonderdienstleistung und Gesellschaftspolitik. Hingegen kandidierte sie bei der Europawahl 2014 erneut erfolglos.[7]
Bei den Sejmwahlen 2015 wurde sie für die PiS mit 30.365 Stimmen als Abgeordnete bestätigt.[8] Während der VIII. Wahlperiode war sie bis 2018 Mitglied der Sejm Kommissionen für Sonderdienstleistung und Gesellschaftspolitik (Vorsitzende). Nach der gewonnenen Wahl 2015 wurde sie Pressesprecherin der PiS-Fraktion, ab Dezember 2016 auch der Partei. Im Januar 2018 wurde sie zur Vizemarschallin des Sejm gewählt.[9] Bei der Europawahl 2019 gewann sie dann im dritten Anlauf ein Mandat im Europäischen Parlament.[10] Im November 2023 hob das Europaparlament ihre Immunität wegen des Vorwurfs strafbarer rassistischer Äußerungen im Wahlkampf zu den Selbstverwaltungswahlen in Polen 2018 auf.[11] Bei der Europawahl 2025 kandidierte sie nicht erneut und schied daher aus dem Brüsseler Parlament aus.
Ehrungen
- 2017 Ritterkreuz des Ungarischen Verdienstordens[12]
Weblinks
- Beata Mazureks Seite als Abgeordnete des Sejm
- Beata Mazurek in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments