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Beate Kampmann

Medizinerin und Wissenschaftlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Beate Kampmann ist eine deutsche Ärztin, Hochschullehrerin und Impfstoffforscherin. Sie befasst sich insbesondere mit globaler Gesundheit, pädiatrischen Infektionskrankheiten und Immunologie. Sie ist Professorin für Globale Gesundheit (W3) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Professorin für pädiatrische Infektionen und Immunität an der London School of Hygiene & Tropical Medicine.

Leben und Ausbildung

Kampmann wurde in Hilden geboren. Sie schloss 1988 ihr Medizinstudium an der Universität zu Köln ab, wo sie 1989 auch zum Dr. med. promoviert wurde. Später ging sie in das Vereinigte Königreich und erwarb 1992 einen PhD am Imperial College London[1] sowie 1995 ein Diploma in Tropical Medicine and Hygiene (DTM&H) der University of London.

Akademische und klinische Laufbahn

Kampmann begann ihre akademische Laufbahn als Training Fellow des Wellcome Trust in klinischer Tropenmedizin und arbeitete dabei im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Staaten und in Südafrika.[2] Später hatte sie klinische und akademische Positionen im Bereich pädiatrischer Infektionskrankheiten am St Mary’s Hospital in London inne, wo sie bis 2023 als Teil des Consultant-Teams klinisch tätig blieb.

Von 2009 bis 2014 hatte sie ein Senior NIHR Research Fellowship für Forschung zu kindlicher Tuberkulose inne und war Senior Investigator sowie Biomedical Research Lead for Paediatrics am Academic Health Science Centre des Imperial College London.[3]

Von 2012 bis 2018 war sie Professorin für pädiatrische Infektionen und Immunität am Imperial College London[4] und Direktorin des Centre for International Child Health.[5] Zwischen 2012 und 2023 war sie wissenschaftliche Direktorin des Vaccines and Immunity Research Programme an der Medical Research Council Unit The Gambia, wo sie internationale Impfstoff- und Immunologieforschung leitete.[6]

2018 wurde Kampmann zur Professorin für pädiatrische Infektionen und Immunität sowie zur Direktorin des Vaccine Centre an der London School of Hygiene & Tropical Medicine berufen.[7] 2023 wechselte sie nach Berlin, wo sie eine W3-Professur für Globale Gesundheit und die Leitung des Instituts für Internationale Gesundheit an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernahm.[8]

Sie ist Gründungsdirektorin des europäischen pädiatrischen Tuberkulose-Netzwerks ptbnet[9] und des Netzwerks Immunising Pregnant Women and Infants (IMPRINT), einer internationalen Forschungskooperation mit Schwerpunkt auf maternaler und neonataler Immunisierung.[10][11][12]

Forschung

Kampmanns Forschung konzentriert sich vor allem auf Tuberkulose bei Kindern, HIV-Koinfektion und Vakzinologie. Sie hat auf diesen Gebieten bereits zahlreiche Projekte geleitet. Zusammen mit ihrem Team hat sie Labor- und klinische Studien durchgeführt, um ein besseres Verständnis für altersabhängige Immunreaktionen auf Infektionen und Impfungen zu erlangen. In England und Westafrika führte sie eine Reihe von Studien durch, die sich mit der Problematik der Immunisierung von Müttern beschäftigen. Sie ist die Leiterin von IMPRINT (IMmunising PRegnant women and INfants neTwork), einem Netzwerk für Impfschutz von schwangeren Frauen und Säuglingen, das vom MRC finanziert wird.[13]

Veröffentlichungen

Auszeichnungen und Ehrungen

Einzelnachweise

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