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Beate Küpper

deutsche Sozialpsychologin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Beate Küpper (* 1968 in Solingen) ist eine deutsche Sozialpsychologin und Hochschullehrerin. Sie arbeitet zu den Themen Konfliktforschung und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Biografie

Küpper wuchs in Essen auf. Sie studierte von 1988 bis 1994 Psychologie an der Philipps-Universität Marburg und schloss mit dem Diplom ab. 2000 promovierte sie an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bergischen Universität Wuppertal und ab 2004 als Post-Doktorandin im Graduiertenkolleg „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universität Bielefeld. Von 2006 bis 2011 leitete sie dort mit Andreas Zick das Forschungsprojekt „Group‐focused Enmity in Europe“ und ab 2010 das Projekt „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland“.[1][2]

Seit 2012 ist sie Professorin für Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen, sowie stellvertretende Leiterin des Institutes „SO.CON – Social Concepts“ an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach.[2] Außerdem ist sie kooptiertes Mitglied an der Konfliktakademie ConflictA des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, wo sie am Themengebiet „Kommunale Konflikte“ beteiligt ist.[3][1]

Von 2015 bis 2016 war sie Mitglied im unabhängigen Expertenrat Antisemitismus des Deutschen Bundestags, der den Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages erstellt. 2017 bis 2018 war sie Fellow der Stiftung Mercator für das Projekt „Wie beeinflussen rechtspopulistische Positionen die Arbeit von kommunalen und zivilgesellschaftlichen Organisationen? Beobachtung, Analyse, Handlungsmöglichkeiten“.[4] Sie ist seit 2015 Teil der Redaktion der Fachzeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit. Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis“.[2][5]

Forschungsschwerpunkte

Küpper arbeitet zu den Themen Diversity, Integration, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Außerdem forscht sie zu Konfliktsituationen und lokalen Konflikten, deren Dynamik und Bearbeitung, insbesondere in Kommunen. Sie bewegt sich dabei an den Schnittstellen von Forschung und Praxis und zu politischer Bildung.

Seit 2014 ist sie Mitautorin der Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung zu rechtsextremen und demokratiegefährdenden Einstellungen in Deutschland.[1] Im Wissensnetzwerk Rechtsextremismus (wi-rex) leitet sie im Rahmen der Plattform Transfer das Teilprojekt „Kommunikation mit Zivilgesellschaft, politischer Bildung und Kommunen“.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Manfred Hassebrauck, Beate Küpper: Warum wir aufeinander fliegen: die Gesetze der Partnerwahl (= rororo-Sachbuch. Nr. 61347). Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 978-3-499-61347-0.
  • Beate Küpper: Sind Singles anders? ein Vergleich von Singles und Paaren (= Brennpunkte der Persönlichkeitsforschung, hrsg. von Manfred Amelang und Hans-Joachim Ahrens. Nr. 5). Hogrefe, Göttingen 2002, ISBN 978-3-8017-1499-4.
  • Andreas Zick, Beate Küpper, Andreas Hövermann: Die Abwertung der anderen: eine europäische Zustandsbeschreibung zu Intoleranz, Vorurteilen und Diskriminierung. Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin, Berlin 2011, ISBN 978-3-86872-641-1.
  • Beate Küpper, Ulrich Klocke, Lena-Carlotta Hoffmann: Einstellungen gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen in Deutschland: Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage. 2017, ISBN 978-3-8487-4473-2.
  • Beate Küpper: Das Denken der Nichtwählerinnen und Nichtwähler: Einstellungsmuster und politische Referenzen (= Empirische Sozialforschung. Nr. 7). 2., aktualisierte Auflage. Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin, Berlin 2017, ISBN 978-3-95861-860-2.
  • Andreas Zick, Beate Küpper, Nico Mokros, Marco Eden: Die angespannte Mitte: rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25. Dietz, Bonn 2025, ISBN 978-3-8012-0706-9 (fes.de).

Einzelnachweise

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