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Beatrix von Engelport

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Beatrix von Engelport († zwischen 1262 und 1406 im Kloster Maria Engelport, nahe Treis-Karden) war Chorfrau, möglicherweise erste Priorin im Prämonstratenserinnen-Stift Engelport.

„Selige Beatrix von Engelport“

Sichere Überlieferungen über Herkunft und Stand innerhalb des Klosters fehlen. Höchstwahrscheinlich war Beatrix eine Tochter Philipps von Wildenburg und dessen Ehefrau Irmgard von Braunshorn, die das Kloster Maria Engelport 1260 wiederherstellten und es mit drei ihrer Töchter und weiteren Nonnen aus einem Dominikanerinnenkloster in den Ardennen besiedelten. Dass sie dem Adelsgeschlecht der Frei von Treis entstammen könnte,[1] ist nur eine Vermutung.

Die Memorie der erstmals in dem 1406 angelegten Nekrolog (liber officii capituli) des Klosters Engelport[2] erwähnten beatissima Beatrix sanctimonialis wurde jahrhundertelang am 13. Februar gefeiert. Van der Sterre wählte 1625 willkürlich den 13. März als Gedenktag[3]. Dieses Datum übernahmen später auch die Bollandisten.[4]

Ihre Reliquien wurden in einer einfachen Holzkiste auf dem Singchor aufbewahrt und Beatrix wurde lokal als selig verehrt, aber nie selig gesprochen. Die Reliquien gingen während der Französischen Revolution verloren. Ein Finger- oder Fußglied gelangte 1658 durch den damaligen Rommersdorfer Abt Petrus Diederich nach Veurne in Flandern in das dortige Prämonstratenserinnenkloster St. Joseph (Bethania),[5] ist aber ebenfalls verschollen.

Auf einem für 60 rheinische Gulden von dem Glasmaler Jean de Caumont 1640 geschaffenen Kreuzgangfenster der Parkabtei in Heverlee[6] und in einem hagiologischen Stammbaum, einem Ölgemälde, in dem Kloster Zwierzyniec aus dem 17. Jahrhundert finden sich ikonografische Darstellungen der Beatrix von Engelport, ebenso wie in einem hagiologischen Stammbaum von Jan Ludolph van Craywinkel aus dem Jahre 1664.[7] 1972 ließ die Gemeinde Treis von den Benediktinerinnen der Abtei Varensell zwei identische Mosaiken herstellen. Eins wurde in die Außenmauer der alten Engelporter Kirche eingelassen und eins befindet sich in einem kleinen Kapellchen unweit der Treiser Zilleskapelle.

Laut Überlieferung der Bollandisten pflegte Beatrix gemäß einer auf Abt Diederich zurückgehenden Legende in ihrem schlichten Holzsarg zu rumoren, wenn man ihren Gedenktag vergaß.[8][9]

Von 1903 bis 1907 erbauten die Oblaten der makellosen Jungfrau Maria (OMI) auf den Ruinen des während der Französischen Revolution aufgehobenen Klosters ein Missionshaus, das sie bis Ende 2013 bewohnten.[10] Seit dem 2. Januar 2014 bewohnen die Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu Christi das Kloster Maria Engelport.

Einzelnachweise

Literatur

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