Behavioral Pain Scale

Schmerzskala From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Behavioral Pain Scale (auf deutsch Verhaltensschmerzskala) abgekürzt BPS ist eine Skala zur Beurteilung des Schmerzgrades bei Patienten, die nicht verbal kommunizieren können.[1] Sie gilt als eine medizinische Standardmethode zur Erfassung des Schmerzgrades und wird häufig auf Intensivstationen angewendet[2].

Anwendung

Die Anwendung erfolgt durch die klinische Beurteilung des Patienten anhand der in der Tabelle aufgeführten Parameter, wenn Methoden wie die Numerische Rating-Skala, Visuelle Analogskala oder Verbale Rating-Skala aufgrund einer geistigen Einschränkung oder künstlichen Beatmung des Patienten nicht anwendbar sind. Auf Intensivstationen sollte der Schmerzgrad des Patienten mehrmals am Tag bestimmt werden. Ergänzt wird sie durch eine Beurteilung der Sedierung auf einer geeigneten Skala z. B. Richmond Agitation Sedation Scale oder Ramsay-Skala. Dabei wird eine Summe der einzelnen Punkte kleiner gleich sechs angestrebt.

Skala

Weitere Informationen Merkmal, Beschreibung ...
MerkmalBeschreibungPunkte
Gesichtsausdruckentspannt1
teilweise angespannt2
stark angespannt3
grimassierend4
Obere Extremität (Arm)Keine Bewegung1
Teilweise Bewegung2
Anziehen mit Bewegung der Finger3
Ständiges Anziehen4
Anpassung an BeatmungsgerätTolerierung1
Seltenes Husten2
Kämpfen mit dem Beatmungsgerät3
Kontrollierte Beatmung nicht möglich4
Schließen

Verlässlichkeit

Die Gültigkeit (Validität) und Zuverlässigkeit (Reliabilität) der BPS wurde in mehreren Untersuchungen bei unterschiedlichen Patientenkollektiven belegt,[1][3][4] zeigt eine hohe Übereinstimmung bei verschiedenen Untersuchern (Interrater-Reliabilität) und eignet sich zur Verlaufsbeurteilung.

Siehe auch

Einzelnachweise

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