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Belagerung von Kundus

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Die Belagerung von Kundus fand 2001 während des Krieges in Afghanistan statt. Nach dem Fall von Masar-e Scharif am 9. November verlagerte sich der Schwerpunkt des Vormarsches der Nordallianz auf die Stadt Kundus, die die letzte verbliebene Hochburg der Taliban in Nordafghanistan war.[3]

Datum11. November – 23. November 2001
AusgangSieg der Amerikaner und der Nordallianz
Schnelle Fakten Datum, Ort ...
Belagerung von Kundus
Teil von: Krieg in Afghanistan seit 2001

Amerikanische Special Forces mit Mitgliedern der Nordallianz bei der Belagerung 2001
Datum 11. November – 23. November 2001
Ort Kundus
Ausgang Sieg der Amerikaner und der Nordallianz
Konfliktparteien

Nordallianz
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten

Islamisches Emirat Afghanistan

al-Qaida
IBU

Befehlshaber

Mohammed Daud Daud
Abdul Raschid Dostum
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tommy Franks

Mullah Faizal

Truppenstärke

unbekannt
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 12 Berater

10.000 Kämpfer
3.000 ausländische Kämpfer[1]

Verluste

unbekannt
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten keine Verluste

2.000 Tote
2.500 Verletzte
3.500 Gefangene
5.000 angeblich von Pakistan evakuiert[2]

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Verlauf

Streitkräfte unter dem Kommando von General Mohammed Daud Daud trafen sich mit Beratern der amerikanischen Spezialkräfte und rückten in die Stadt Taloqan vor, wo sie am 11. November eintrafen. Dort griffen Dauds Streitkräfte ohne amerikanische Luftunterstützung die Stadt an und übernahmen schnell die Kontrolle von den Taliban.

Nachdem Sieg in Taloqan zogen Dauds Streitkräfte nach Westen, um Kundus zu belagern. Sie stießen zunächst auf heftigen Widerstand, was Daud dazu veranlasste, seine Streitkräfte in der Stadt zu festigen und die Taliban mit amerikanischer Luftunterstützung zu schwächen. In den nächsten elf Tagen bombardierten amerikanische Flugzeuge Taliban Stellungen und zerstörten 44 Bunkerkomplexe, 12 Panzer und 51 Lastwagen sowie zahlreiche Versorgungsdeponien.[2]

Am 22. November eroberten Dauds Streitkräfte die nahe gelegene Stadt Chanabad. Da sich ihre Position verschlechterte, stimmten die Taliban in Kundus zu, sich am 23. November zu ergeben.[2] Nach der Kapitulation der Taliban gab es Berichte über Plünderungen durch Soldaten der Nordallianz sowie Berichte über Hinrichtungen von Taliban Gefangenen.[4]

Menschenrechtsgruppen schätzen, dass mehrere hundert oder mehrere tausend Gefangene im oder nach dem Transit in das Scheberghan-Gefängnis starben.[5] Die Todesfälle sind als das Massaker von Dasht-i-Leili bekannt geworden. Vor allem der Kolumnist Ted Rall und Jamie Dorans Dokumentarfilm das Massaker von Mazar aus dem Jahr 2002 haben Vorwürfe erhoben, dass US-Truppen beteiligt waren.[6] Ein Bericht in der New York Times vom Juli 2009 veranlasste den US-Präsidenten Barack Obama, eine Untersuchung zu veranlassen, wie die Bush-Regierung mit Aufforderungen zur Untersuchung des Massakers umgegangen war.[7]

Einzelnachweise

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