Bellis sylvestris
Art der Gattung Gänseblümchen (Bellis)
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Bellis sylvestris ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gänseblümchen (Bellis) und der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
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Bellis sylvestris | ||||||||||||
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| Cirillo |
Merkmale
Bellis sylvestris ist ein ausdauernder Rosetten-Hemikryptophyt, der Wuchshöhen von 15 bis 30 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind bis zu 25 Millimeter breit. Sie sind dunkelgrün und am Grund lang keilförmig. Die Köpfchen haben einen Durchmesser von (25) 30 bis 40 Millimeter. Die Hüllblätter sind (5) 7 bis 12 Millimeter groß, schmal länglich und mehr oder weniger spitz. Die Zungenblüten sind oftmals an beiden Seiten rot überlaufen.
Die Blütezeit reicht von September bis Juni.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36 oder 54.[1]
Unterscheidung von verwandten Arten
Bellis sylvestris kann von Bellis perennis an folgenden Merkmalen unterschieden werden: Die Rosettenblätter sind deutlich dreinervig, ihre Spreite ist allmählich in den Blattstiel verschmälert. Die Hülle hat einen Durchmesser von 10 bis 15 Millimetern. Die Hüllblätter sind 6 bis 11 Millimeter lang und meist spitzlich. Die Krone der Zungenblüten ist 7,5 bis 10 Millimeter lang. Die Köpfchen haben mit ausgebreiteten Zungenblüten einen Durchmesser von 25–40 Millimetern.[2]
Dagegen sind die Blätter von Bellis perennis einnervig oder undeutlich dreinervig. Die Spreite ist abrupt in den geflügelten Blattstiel verschmälert. Die Hülle hat einen Durchmesser von 5 bis 10 Millimetern. Die Hüllblätter sind 4,5 bis 6 Millimeter lang und meist stumpf. Die Krone der Zungenblüten ist 5 bis 7 Millimeter lang. Die Köpfchen haben mit ausgebreiteten Zungenblüten einen Durchmesser von 15 bis 30 Millimetern.[2]

Vorkommen
Bellis sylvestris kommt im Mittelmeerraum an feuchten, schattigen Standorten in Wäldern, Gebüschen und Phrygana in Höhenlagen von 0 bis 1100 (1500) Meter vor. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Portugal, Spanien mit den Balearen, Gibraltar und Andorra, Frankreich mit Monaco und Korsika, Italien, Sardinien, Sizilien, Malta, Slowenien, Kroatien, die Balkanhalbinsel, Bulgarien, Ukraine und Krim, die Türkei, Syrien, Libanon, Jordanien und Israel, Zypern und die Ägäis.[3] Die Art wurde in Deutschland in Baden-Württemberg eingeschleppt beobachtet, ist aber unbeständig.[2]
Taxonomie und Systematik
Bellis sylvestris wurde 1792 von Domenico Maria Leone Cirillo in Plantarum Rariorum Regni Neapolitani Band 2 Seite 12 Tafel 4 erstbeschrieben.
Es können zwei Unterarten unterschieden werden:[4]
- Bellis sylvestris subsp. pappulosa (Boiss. ex DC.) H.J.Coste (Syn.: Bellis pappulosa Boiss. ex DC., Bellis sylvestris subsp. maroccana Sennen, Bellis sylvestris subsp. natalis-jesu Sennen & Mauricio): Sie kommt in Marokko, Algerien, Portugal, Spanien und Frankreich vor.[4] Sie besitzt einen sehr kleinen Pappus.
- Bellis sylvestris subsp. sylvestris: Sie kommt im Mittelmeergebiet und auf der Krim vor.[4]
Literatur
- Ralf Jahn, Peter Schönfelder: Exkursionsflora für Kreta. Mit Beiträgen von Alfred Mayer und Martin Scheuerer. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1995, ISBN 3-8001-3478-0.