Ben Dixon

US-amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition) From Wikipedia, the free encyclopedia

Harold „Ben“ Dixon (* 25. Dezember 1934 in Gaffney (South Carolina); † 8. November 2018) war ein amerikanischer Jazzmusiker (Schlagzeug, Komposition).[1]

Leben und Wirken

Dixon verbrachte den Großteil seiner Jugend in Washington, D.C. Er wurde vor allem von Max Roach beeinflusst und begann, Schlagzeug zu spielen, während er bei seinem Vater in Buffalo, New York, lebte. Er war ein vielversprechendes Basketballtalent und besuchte die Central State University mit einem Sportstipendium, entschied sich aber dann für die Musik und trat ab 1955 professionell in der Vorband von Buck Hill und Shirley Horn auf. Anschließend arbeitete er mit dem Trompeter Webster Young zusammen, bevor er sich 1956 in New York City niederließ.[2]

1957 gab Dixon sein Studiodebüt auf Ray Drapers Album Tuba Sounds (Prestige Records). Anfang 1958 schloss er sich dem R&B-Star Lloyd Price an und tourte die nächsten drei Jahre mit ihm. 1961 holte ihn der Organist Jack McDuff in sein Trio mit dem Saxophonisten Harold Vick, das später mit dem Gitarristen Grant Green zum Quartett erweitert wurde. Dixon, Green und Big John Patton wurde in der Blütezeit des Soul-Jazz zur herausragenden Rhythmusgruppe des Labels Blue Note Records. Dixon spielte auf zahlreichen klassischen Alben wie Lou Donaldsons The Natural Soul, Big John Pattons Along Came John, Grant Greens Sunday Mornin’, Harold Vicks Steppin’ Out! und Baby Face Willettes Face to Face.[2]

Daneben komponierte Dixon und schrieb unter anderem den oft gecoverten Titel „Cantaloupe Woman“ sowie „Pig Foots“ und „Fat Judy“. Aufgrund der Strapazen der Studioarbeit und der Tourneen zog er sich 1967 weitgehend aus dem Musikgeschäft zurück, um sich seiner Familie zu widmen. Er konvertierte zum Islam und war gelegentlich auch als Qaadir Almubeen Muhammad tätig. Drei Jahrzehnte lang trat er nur selten professionell auf, doch 1997 kehrte er zur Musik zurück, gründete das Real Jazz Quartet und rief ein Musikbildungsprogramm mit dem Titel „Live at Lunch“ ins Leben. Im Jahr 2000 gründete Dixon sein eigenes Label American Classical Jazz, um sein Debütalbum als Bandleader einzuspielen: Say Yes to Your Best.[2] In seinen letzten Jahren nahm er auch mit Eddie Landsberg, Tomas Janzon und Claus Raible auf.

Diskographische Hinweise

  • Grant Green with Ben Dixon and Big John Patton: Iron City (Muse Records 1977, zunächst bei Cobblestone 1972)
  • Say Yes to Your Best (American Classical Jazz 2000, mit Adam Scone, Coleman Mellett)

Einzelnachweise

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