Bengalenkuckuck

Art der Gattung Spornkuckucke (Centropus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bengalenkuckuck (Centropus bengalensis) ist ein Vogel aus der Gattung der Spornkuckucke (Centropus).[1][2] Früher wurde die Art als konspezifisch mit dem Tulukuckuck (Centropus toulou) angesehen.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Bengalenkuckuck

Bengalenkuckuck

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Kuckucksvögel (Cuculiformes)
Familie: Kuckucke (Cuculidae)
Gattung: Spornkuckucke (Centropus)
Art: Bengalenkuckuck
Wissenschaftlicher Name
Centropus bengalensis
(Gmelin, 1788)
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Der Artzusatz bezieht sich auf Bengalen in Indien.[3]

Merkmale

Das Männchen ist 31, das Weibchen 34 cm groß in der Nominatform. Die Art ist schwarz oft mit blassen Streifen, die Flügel sind blass rotbraun, der Schwanz ist glänzend schwarz mit schmalen weißlichen Spitzen, die Iris rot bis braun, Schnabel und Beine sind schwarz. Im Schlichtkleid ist die Oberseite braun gebändert, die Unterseite hell rotbraun mit grauen Bändern.

Weibchen sind größer, Jungvögel auf der Oberseite dunkelbraun, hell rotbraun gebändert mit Streifen auf dem Kopf, auf der Unterseite hell mit blasser Strichelung, die Schwanzunterseite ist schwarz mit gelbbrauner Bänderung, die Iris ist braun. Die Unterarten unterscheiden sich hauptsächlich durch die Größe.[4]

Lebensweise

Bengalenkuckuck (Centropus bengalensis) mit erbeuteter Heuschrecke

Die Nahrung besteht aus Insekten, die meist auf dem Erdboden gesucht werden. Die Brutzeit liegt in Indien zwischen Mai und September, auf der Malaiischen Halbinsel zwischen Dezember und Juli, auf den Philippinen im Juli. Beide bauen das ovale Nest mit seitlichem Eingang aus Zweigen und Blättern in Erdbodennähe in dichtem Bewuchs. Das Gelege besteht aus 2 bis 4 kalkweißen Eiern. Beide Elternvögel brüten und ziehen die Küken auf.[4]

Vorkommen

Der Vogel kommt vom Indischen Subkontinent ohne Sri Lanka bis Südostasien vor. Er ist Standvogel, eventuell in Nepal nur Sommergast.

Der Lebensraum umfasst hohes Gras, Röhricht, Sümpfe, Bambusdickicht, Sekundärwald, offene Lebensräume mit Büschen und landwirtschaftlich genutzte Flächen bis 1500 (Malaiische Halbinsel), 1800 (Himalaya) und 2000 m Höhe (Borneo).[4]

Stimme

Der Ruf wird als Zweilautfolge „whoot, whoot“ oder „kurook, kurook, kurook“ beschrieben, schneller und tiefer werdend.[4]

Gefährdungssituation

Die Art wird wegen des sehr großen Verbreitungsgebietes von etwa 21.100.000 km² und der wachsenden Population[5] in der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft.[6]

Unterarten

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[4]

In der IOC World Bird List ist zusätzlich folgende Unterart gelistet:[7]

  • C. b. philippinensis Mees, 1971 – Philippinen (außer Palawan und Sulu-Archipel), der von Avibase mit der Unterart C. b. javanensis zusammengefasst wird.

Literatur

  • J. F. Gmelin: Cuculus bengalensis. In: Caroli a Linné systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Bd. 1, Teil 1, S. 412, 1788, Biodiversity Library

Einzelnachweise

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