Ungeskriptet

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Ungeskriptet (Eigenschreibweise {ungeskriptet}) ist ein deutschsprachiger Interviewpodcast des Unternehmers und Podcasters Benjamin „Ben“ Berndt.

OriginalspracheDeutsch
Veröffentlichung8. Mai 2022
GenreInterviewpodcast
Folgen200+
Schnelle Fakten Originalsprache, Veröffentlichung ...
{ungeskriptet}
Podcast (Köln)
Originalsprache Deutsch
Veröffentlichung 8. Mai 2022
Genre Interviewpodcast
Folgen 200+
Mitwirkende
Moderation Benjamin Berndt
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Das Format besteht überwiegend aus mehrstündigen, weitgehend ungeschnittenen Gesprächen mit Gästen aus Politik, Medien, Wirtschaft, Kultur und gesellschaftlichen Rand- oder Konfliktmilieus. Es erscheint als Audio- und Videopodcast unter anderem über YouTube und Spotify.

Inhalt

Ungeskriptet ist als Langform-Interviewpodcast angelegt. Die Folgen bestehen in der Regel aus ausführlichen Gesprächen Berndts mit einzelnen Gästen und werden als Video- und Audiopodcast veröffentlicht. Berndt beschreibt das Format selbst als „roh, ungeschnitten und unzensiert“[1]; nach Eigenangaben sollen Gäste nicht befürchten müssen, aus dem Zusammenhang geschnitten zu werden.[2][3]

Zum Konzept gehört, den Gesprächspartnern über mehrere Stunden Raum für biografische Erzählungen, persönliche Positionen und politische oder gesellschaftliche Einschätzungen zu geben.[4][5] Berndt formuliert als Ziel, verstehen zu wollen, „was ich noch nicht weiß“.[1] Besonders reizten ihn nach eigener Aussage kontroverse Gäste.[2]

Zu den bisherigen Gästen des Podcasts zählen unter anderem Arafat Abou-Chaker, Melanie Amann, Bianca Heinicke, Steffen Henssler, Maximilian Krah, Christian Lindner, Oliver Pocher, Paul Ronzheimer, Jan van Aken, Pierre Vogel und Sahra Wagenknecht.[1]

Einem größeren Publikum wurde Ungeskriptet im Mai 2026 durch ein rund viereinhalbstündiges Interview mit dem AfD-Politiker Björn Höcke bekannt, das ein breites mediales Echo auslöste.[6][7][8][9] Die Episode wurde in den ersten vier Tagen nach Veröffentlichung rund drei Millionen Mal aufgerufen.[10] Entgegen seinem eigentlichen Sendungskonzept musste Berndt nach eigenen Angaben allerdings zwei Passagen aus dem Gespräch mit Höcke herausschneiden, weil sie juristisch belangt werden könnten.[11]

Rezeption

Der Podcast wurde insbesondere ab 2025 und 2026 verstärkt öffentlich diskutiert. Die taz ordnete das Format in einen Trend ein, bei dem Politiker in langen Podcastgesprächen persönliche Narrative entwickeln und abseits klassischer Interviewformate nahbarer erscheinen können. Kritisch verwies die Zeitung auf ein mehrstündiges Gespräch mit AfD-Politiker Maximilian Krah, in dem dieser seine politischen Positionen weitgehend unwidersprochen darstellen konnte.[12]

Die Zeit beschrieb Berndts Gesprächsstil als zurückhaltend; er falle Gästen kaum ins Wort, stelle selten konfrontative Nachfragen und gebe ihnen stattdessen viel Raum zur Selbstdarstellung.[13]

Die Debatte um das Interview mit Björn Höcke wurde auch als Anlass für eine grundsätzliche Diskussion über den journalistischen Umgang mit AfD-Politikern aufgegriffen. Kress berichtete, Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo habe vor diesem Hintergrund öffentlich die Strategie hinterfragt, AfD-Politikern grundsätzlich keine längeren Interviews einzuräumen.[14] Die Frankfurter Rundschau schrieb, Höcke habe sich in dem Gespräch stundenlang als „ganz normal“ präsentieren können; Kritik an ihm sei dabei weitgehend zweitrangig geblieben.[15] Die Welt veröffentlichte dagegen einen Gastbeitrag von Joachim Steinhöfel, der die Kritik am Podcast und insbesondere an Berndts Gespräch mit Höcke als unverhältnismäßig und nicht faktenorientiert bewertete.[16] Zwei Tage später wurde ein ähnliches Interview Berndts mit Steinhöfel aufgezeichnet, das inzwischen im Portal von Ungeskriptet zu sehen ist.

Einzelnachweise

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