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Benjamin Raschke

deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Benjamin Raschke (* 23. Dezember 1982 in Lübben (Spreewald)) ist Leiter Politik der Stiftung KlimaWirtschaft und ehemaliger Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Von 2009 bis 2014 war er Landesvorsitzender der Grünen Brandenburg. Von 2014 bis 2024 war er Mitglied des Landtags Brandenburg, von November 2019 bis 2024 gemeinsam mit Petra Budke Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag.[1]

Werdegang

Benjamin Raschke besuchte das Paul-Gerhardt-Gymnasium in Lübben und legte dort 2002 sein Abitur ab .[2] Von 2002 bis 2007 absolvierte er ein Magister-Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Rechtswissenschaft an der Universität Konstanz sowie an der Universität Warschau.[1] Seine Magisterarbeit trägt den Titel „Positionen und Machtverhältnisse in der deutschen Verbraucherpolitik" (Konstanz 2006).[3]

Von 2007 bis 2008 arbeitete er als Klima-Campaigner beim Bundesverband von Bündnis 90/Die Grünen. Von 2008 bis 2010 war er als Referent im Klimaprojekt des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und -verbände (vzbv) tätig.[3] Von 2010 bis 2012 arbeitete er als Mitarbeiter der Bundestagsfraktion der Grünen für die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn.[4]

Raschke ist Leiter Politik der Stiftung KlimaWirtschaft mit Sitz in Berlin, einer 2011 als Stiftung 2° gegründeten und 2021 umbenannten Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführer*innen und Familienunternehmer*innen zur Förderung des Klimaschutzes.[5]

Politik

Raschke ist seit 2005 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. 2006/2007 gehörte er dem Vorstand des Kreisverbands Konstanz an.[1] Zur Bundestagswahl 2009 kandidierte er in Brandenburg im Wahlkreis 63 sowie auf Listenplatz 2 der Brandenburger Landesliste seiner Partei, ohne ein Mandat zu erringen.[6] Am 14. November 2009 wurde er gemeinsam mit Annalena Baerbock zu einem der beiden gleichberechtigten Landesvorsitzenden des Landesverbands Brandenburg gewählt.[7] Am 16. November 2013 wurde er auf einer Landesdelegiertenkonferenz in Falkenberg (Elbe-Elster) mit knapp 98 Prozent der Stimmen erneut als Landeschef bestätigt, während für die nicht mehr angetretene Baerbock neu Petra Budke als Co-Vorsitzende gewählt wurde.[8]

Bei der Landtagswahl 2014 kandidierte Raschke im Wahlkreis 26 und auf Listenplatz 4 der Landesliste, über den er in den Landtag einzog.[9] Seit September 2014 war er Mitglied des Landtags Brandenburg. Von 2014 bis 2019 war er agrar-, umwelt- und rechtspolitischer Sprecher sowie Sprecher für Tierschutz der Fraktion. Er war Mitinitiator und Mitglied der Enquete-Kommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels" (2015–2019).[1] Mit seinem Einzug in den Landtag 2014 gab er den Landesvorsitz an Clemens Rostock ab.[10]

Bei der Landtagswahl 2019 war Raschke zusammen mit Ursula Nonnemacher Spitzenkandidat der Grünen.[11]. Raschke trat im Wahlkreis 28 an und zog über die Landesliste in den Landtag ein.

Nachdem Nonnemacher und Vogel am 20. November 2019 zu Ministern im Kabinett Woidke III ernannt worden waren und ihr Fraktionsamt niederlegten, wählte die Fraktion am 26. November 2019 Petra Budke und Benjamin Raschke gemeinsam als neue, gleichberechtigte Doppelspitze.[12] Er war 2019–2024 Mitglied des Rechtsausschusses, des Richterwahlausschusses, stellvertretend im Hauptausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Energie und im Rat für sorbisch/wendische Angelegenheiten.[1]

Am 2. März 2024 wurden Raschke und Antje Töpfer auf einem Parteitag in Cottbus ohne Gegenkandidatur zu Spitzenkandidaten der Grünen für die Landtagswahl 2024 gewählt.[13]. Seine Partei verpasste den Wiedereinzug in den Landtag.[14]

Kommunalpolitik

Von September 2008 bis Anfang Januar 2020 war Raschke Gemeindevertreter in Schönwald (Landkreis Dahme-Spreewald), gewählt für die Listenvereinigung „Jugend, Familie, Zukunft/GRÜNE". Seine Arbeitsschwerpunkte waren naturnahes Leben, Transparenz und Mitbestimmung.[15] Sein Mandat legte er zum 9. Januar 2020 nieder.[16]

Werke (Auswahl)

  • Positionen und Machtverhältnisse in der deutschen Verbraucherpolitik. Magisterarbeit, Universität Konstanz, 2006.[3]
  • Trägt das Verbraucherverhalten zum Klimaschutz bei? Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Juni 2011.[4]
Commons: Benjamin Raschke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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