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Benny Randau Mikkelsen

dänischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus From Wikipedia, the free encyclopedia

Benny Randau Mikkelsen (* 23. August 1925 in Aarhus; † 26. Mai 1944 auf dem ehemaligen Schießplatz in Ryvangen, Ortsteil von Hellerup heute Gedenkhain in Ryvangen, nahe Kopenhagen) war ein dänischer Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Er lebte in Aalborg und war dort und im Raum Aarhus tätig.[1]

Mikkelsen vor 1944

Familie, Ausbildung, Politik

Er war der Sohn des Arbeiters Frode Mikkelsen (* 1900) und der Laura Rasmusine Jørgensen (1900–1945) und hatte einen jüngeren Bruder Frede. Nach seiner Schulzeit an der Valdemarsgade-Schule (1988 geschlossen) in Aarhus begann er eine Lehre in einer Rundfunkgerätehandlung, dann in einer Fahrradhandlung, um sich zum Mechaniker ausbilden zu lassen. Sein Vater war Betriebsratsmitglied und in der Gewerkschaft, er selbst in der Dänischen Kommunistischen Partei, DKP.[2]

Widerstand

Wie viele andere Kommunisten ging auch er zusammen mit seinem Vater schon früh in den Widerstand und war in der Flüchtlingshilfe aktiv. Seine Eltern mussten wegen ihrer illegalen Aktivitäten nach Schweden fliehen, Benny Mikkelsen setzte seine Arbeit in der Sabotagezelle A. E.[1] (Abteilung E) der militanten KOPA (Kommunistiske Partisaner), später BOPA (Borgerlige Partisaner), fort. Er trat in die Redaktion der illegalen Flugschrift Ungdommens Røst (Stimme der Jugend) ein und verbreitete die Widerstandspostille Frit Danmark (Freies Dänemark). Er war beteiligt am Versuch, Christian Ulrik Hansen aus der Haft in Aalborg zu befreien. Ein Anschlag auf den Kollaborateur Ernst Mikkelsen in Aalborg scheiterte an dessen kugelsicherer Weste. Sein beteiligter Kamerad wurde dabei getötet, er selbst konnte sich in Sicherheit bringen.[2]

Haft, Prozess und Hinrichtung

Er wurde kurz nach dem Anschlag auf Mikkelsen verraten und verhaftet. In einem seiner letzten Briefe, 23. Mai 1944, schrieb er: „Ich wurde von einem Mädchen angezeigt, mit dem ich ging. Fräulein Rasmussen. Sie hatte eine Freundin, die mit einem Schalburgmann[3] verlobt war, an dessen Namen ich mich nicht erinnere.“[4] Angeklagt wegen Beihilfe zum Feind durch Spionage wurde er vom deutschen Kriegsgericht am 22. Mai 1944 im Dagmarhaus, Kopenhagen, zum Tode verurteilt. Ein Erschießungskommando führte die Hinrichtung am 26. Mai 1944 auf dem Militärgelände in Ryvagen aus.[5] Er wurde später – es war sein sehnlicher Wunsch[6] – auf dem Allgemeinen Friedhof Aalborg, Ålborg Almen Kirkegård, beigesetzt.

Gedenken

  • Gedenktafel im Gedenkhain in Ryvangen.
  • Abschiedsbriefe. An seine „Lieben“, 23. Mai 1944, drei Tage vor seiner Hinrichtung: „Gestern bin ich von dem deutschen Kriegsgericht im Dagmarhaus zu Tode verurteilt worden. Bevor das Verhör überhaupt begonnen hatte, sagte man mir, dass ich nicht begnadigt werden könne. Ich ahnet nicht, was damit gemeint war. Ich erfuhr es sehr bald. Ach Mütterlein, du kannst dir nicht vorstellen, wie ich sie in diesem Augenblick hasste. Ein merkwürdiges Gefühl überkam mich. Kein Gefühl des Entsetzens oder der Angst vor dem Tode, sondern blinder Hass und Wut auf diese grausamen Henker.“ An die Eltern, 24. Mai 1944: „Bringt mich nach Aalborg, dorthin, wo ich daheim bin.“ An den Bruder: „Glaubst du (Bruder), dass du es einrichten kannst, dass ich nach Aalborg gebracht werde? Das ist mein letzter Wunsch.“[1]

Literatur

  • Lettere di condannati, Turin 1954, übersetzt: Und die Flamme soll euch nicht verbrennen, Letzte Briefe europäischer Widerstandskämpfer, Berlin-Ost 1956, Seite 104–107: Mikkelsen, Seite 97–10: Überblick über den dänischen Widerstand mit weiteren Quellenangaben.

Einzelnachweise

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