Beppu-Bucht
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Die Beppu-Bucht (jap. 別府湾, Beppu-wan), früher nach ihrer an eine blühende Lotosblume erinnernde Form auch Kantan-Bucht (菡萏湾, Kantan-wan, dt. „Lotosbucht“) genannt,[1] ist eine Bucht der Seto-Inlandsee im Osten der japanischen Insel Kyūshū.
| Beppu-Bucht Kantan-Bucht | ||
|---|---|---|
Satellitenaufnahme der Beppu-Bucht | ||
| Gewässer | Seto-Inlandsee | |
| Landmasse | Kyūshū | |
| Geographische Lage | 33° 20′ N, 131° 38′ O | |
| Breite | ca. 20 km | |
| Tiefe | ca. 20 km | |
| Fläche | 475 km² | |
| Größte Wassertiefe | 70 m | |
| Mittlere Wassertiefe | 36 m | |
| Zuflüsse | Ōno, Ōita | |
Die Beppu-Bucht trennt die Kunisaki-Halbinsel im Norden von der Saganoseki-Halbinsel im Süden. Östlich der Bucht schließt sich die Meeresregion Iyo-nada der Seto-Inlandsee an. Die 475 km² große Bucht hat eine mittlere Wassertiefe von 36 m und misst an ihrer tiefsten Stelle 70 m.[2] Im Nordwesten der Bucht liegt die Morie-Bucht (守江湾, Morie-wan; 33° 24′ 24″ N, 131° 39′ 23″ O), auch Kitsuki-Bucht (杵築湾, Kitsuki-wan)[2] genannt. Wichtige Zuflüsse sind u. a. die beiden Flüsse 1. Ordnung Ōno und Ōita, die im Süden der Bucht münden.
Geologisch wird vermutet, dass die Bucht ein U-förmiger Grabenbruch oder eine Caldera ist.[1]
Entlang der Bucht erstrecken sich entgegen dem Uhrzeigersinn die Gemeinden Kitsuki, Hiji, Beppu und Ōita der Präfektur Ōita.
Uryū-jima
Historischen Quellen nach befand sich im südlichen Teil der Bucht etwa 500 m vor Ōita die Insel Uryū-jima (瓜生島) mit einem Umfang von 12 km. Diese soll beim Erdbeben vom 4. September 1596 in der Bucht von einem 4 m hohen Tsunami überflutet und schließlich untergegangen sein. Jedoch haben topographische Untersuchungen des Meeresbodens bisher keine Anhaltspunkte für ihre Existenz geliefert.[3][4]

