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Bergermark

Wohnplatz der Stadt Bad Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Bergermark war ein Wohnplatz der Stadt Bad Belzig im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.[1]

Bergermark auf dem Urmesstischblatt von 1842

Geografische Lage

Der Wohnplatz lag vermutlich südlich des heutigen Bahnhofs Bad Belzig. Dort existiert der Flurname Wohrt.[1] Das Gelände liegt auf einer Höhe von rund 100 m ü. NHN und steigt nach Süden hin auf rund 120 Meter an.[2]

Geschichte

14. bis 15. Jahrhundert

Die erste urkundliche Erwähnung von Bergermark erfolgte im Jahr 1361 als in descripta villa Bergen. Das Dorf war zu dieser Zeit bereits wüst. Der Name leitet sich von Wie Berge ab.[3] Das Dorf gehörte von vor 1426 bis um 1550/1552 der Vogtei bzw. Pflege bzw. Amt Belzig. Die Familie Bruseke besaß bis 1383 vier Hufen im Dorf, die im genannten Jahr an das Hospital zum Heiligen Geist fielen und dort nachweislich in den Jahren 1555 und 1755 dessen Besitz waren. Weitere drei Hufen waren vor 1388 bis 1453 im Besitz der Familie von Oppen, die sie anschließend an das Amt abgaben. Vom ersten genannten Anteil besaß außerdem das Gut Sandberg drei Hufen, vom zweiten genannten Anteil 1 ½ Hufen und vom dritten Anteil zwei Hufen. Weitere Schreibweisen des Dorfes waren czu dem Berge im Jahr 1383, uff der Bergerhufen im Jahr 1455 und 1842 Die Berger Mark.

16. Jahrhundert

Im Jahr 1506 zinsten vier Belziger Brauerben von den Hufen zu Bergermark. Im Jahr 1542 waren es sechs Belziger Brauerben, die neun Hufen zu Bergermark hielten: drei Personen hielten je zwei Hufen, die übrigen drei hielten je eine Hufe. Das Amt vererbte im Jahr 1554 acht Hufen auf Bergermark, die sie zuvor vermutlich von Einwohnern des Sandberg erworben hatten. Im Jahr 1565 besaß der Burgmüller eine Hufe und ein Wort in Bergermark. Der Hospitalvorsteher Randewig aus Belzig besaß zwei Hufen; sechs Einwohner aus Sandberg besaßen je eine Hufe. Der Pfarrer aus Belzig erhielt im Jahr 1591 den Zehnt von der wüsten Feldmark. Die Flächen gehörten vier Einwohnern aus Sandberg, die je eine Hufe hielten; der Untermüller zwei sowie der Mittelmüller drei Hufen. Sechs Brauerben und ein Büdner aus Belzig besaßen zusammen zehn Hufen.[1]

17. und 18. Jahrhundert

Im Jahr 1661 wurden neun Hufen von Einwohnern aus Sandberg genutzt; 1682 waren es elf Hufen und ein Wort, die von den Einwohnern Sandbergs bewirtschaftet wurden. Im Jahr 1732 war Bergermark 32 Hufen groß. Dies umfasste auch die Hufen, die dem Adel sowie der Geistlichkeit gehörten. Die Belziger Einwohner nutzten 1764 auf der Bergermarker Feldmark neun Hufen und brachten dort pro Hufe elf Dresdner Scheffel Aussaat aus.

19. und 20. Jahrhundert

Im Jahr 1896 wurde die Feldmark Bergermark, soweit sie aus kommunalfreien Flächen und aus Trennstücken des Gutsbezirks Sandberg II und IV bestand, mit der Landgemeinde Sandberg vereinigt und 1914 nach Belzig eingemeindet. Dort war es 1925 ein Wohnplatz von Belzig, in dem fünf Einwohner lebten.

Literatur

Einzelnachweise

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