Bergvireo
Art der Gattung Vireo
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Der Bergvireo (Vireo osburni), Syn. Laletes osburni, ist eine Vogelart aus der Familie der Vireos (Vireonidae).[1][2]
| Bergvireo | ||||||||||||
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Bergvireo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vireo osburni | ||||||||||||
| (P. L. Sclater, 1861) |

Der Vogel ist endemisch im Nordwesten Jamaikas.
Der Lebensraum umfasst tropische oder subtropische feuchte Wälder, Regenwald, Bergwald, schattige Kaffeeplantagen oberhalb von 100 m Höhe.[3]
Der Artzusatz bezieht sich auf den englischen Sammler in Jamaika von 1858–1860 William Osburn (1830–1860).[4]
Merkmale
Die Art ist 12–15 cm groß und wiegt zwischen 20 und 22 g. Stirn, Kopfkappe, Nacken und Oberseite sind matt graubraun mit etwas olivbraunem Schimmer am Rücken und Bürzel. Die Hand- und Armschwingen sind matt graubraun mit graugrünen Rändern. Die Steuerfedern sind matt graubraun mit grünlichen Rändern an den äußeren Federn. Die Zügel und Ohrdecken sind matt graubraun. Kinn und Kehle sind weißlich, etwas gelblich überhaucht und gegen die gelblich gefleckte bis graubraune obere Brust abgesetzt. Die übrige Unterseite ist gelblich weiß mit angedeuteten gräulichen Flecken, die Flanken sind heller gelb, der Steiß ist matt gelblich weiß. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die Iris ist braun, der kräftige Schnabel schwärzlich am Oberschnabel, etwas weniger dunkel am Unterschnabel, die Beine sind grau. Jungvögel haben nur wenig gelbe Färbung am Bauch.
Die Art unterscheidet sich vom im gleichen Lebensraum vorkommendem Jamaikavireo (Vireo modestus) durch den großen schwarzen Schnabel, das dunkle Auge und durch das Fehlen von Flügelbinden.[3]
Geografische Variation
Die Art ist monotypisch.[1][3][5][6]
Stimme
Die Lautäußerungen werden als gegen Ende leicht abfallender Triller beschrieben, der Alarmruf ist ein schriller „burr“ Laut.[3]
Lebensweise
Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und Früchten, die in dichter Vegetation eher unauffällig gesucht werden. Die Brutzeit liegt hauptsächlich zwischen März und Juli. Das Nest wird in mäßiger Höhe in einem kleinen Baum aufgehängt. Die Eier sind gefleckt.[3]
Gefährdungssituation
Der Bestand gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) aufgrund Habitatverlustes.[7]
Geschichte
Literatur
- P. L. Sclater: Laletes osburni. In: Proceedings of the Zoological Society of London, Band 1, S. 72, 1861, Biodiversity Library
- C. B. Cory: The Birds of the West Indies, including the Bahama Islands, the Greater and the Lesser Antilles, excepting the Islands of Tobago and Trinidad. In: The Auk, Band 3, Nummer 2, A886, S. 190,
Weblinks
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Bergvireo (Vireo osburni)
- Bergvireo (Vireo osburni) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – BLue-mountain-vireo (Vireo-osburni)
- Bergvireo auf oiseaux.net (französisch)
- Macaulay Library
- Vireo osburni im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 5. Januar 2026.
- Bergvireo auf Briefmarken