Bernd Christian von Schoenebeck
königlich-preußischer Generalmajor und Kommandant von Kolberg
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Bernd Christian von Schoenebeck (* 1645 in Ringenwalde im Landkreis Soldin, heute Dyszno; † 1718) war ein königlich-preußischer Generalmajor und Kommandant von Kolberg.[1]

Leben
Militärlaufbahn
Er wurde am 24. Oktober 1688 Major im Regiment Huet in Magdeburg und 1689 Kommandant der Festung Pillau. Am 31. Dezember 1691 wurde er Oberstleutnant und am 3. März 1696 Oberst. Am 29. Dezember 1696 wurde er Kommandant von Kolberg. Am 19. Dezember 1709 wurde er zum Generalmajor befördert und Kommandeur des Bataillons Micrander in Kolberg, am 16. Oktober 1713 wurde er Chef des Bataillons. Er erhielt am 25. Dezember 1715 seine Demission und dazu eine Pension von 120 Talern monatlich.
Familie
Er stammte aus der Familie von Schönebeck. Seine erste Frau war Hypolitha Sophie von Bismarck (* 1667; † vor 1706). Nach ihrem Tod heiratete er Vigilantia Elisabeth von Dewitz, Witwe des Oberstleutnants Anton Günther de Meen († 24. Mai 1704).[2][3][4][5] Aus seiner Generation sind noch Asmus von Schönebeck und Barbara Margarete von Schoenebeck-Bellin bekanntgeworden, sie ehelichte Joachim Christoph von Blanckensee-Schönwerder. Deren Tochter[6] Scholastika von Blanckensee (1683–1745) wiederum wurde die Ehefrau des Otto Gustav von Lepel.
Berndt Christian liegt in der damals familieneigenen Patronatskirche begraben,[7] die Kirche wurde von den Nachfolgern im Patronat mehrfach saniert, auch im 20. Jahrhundert erneut.[8] Gut Ringenwalde wechselte danach mehrfach den Besitzer, u. a. die Familien von Humboldt, hier als Erbmasse[9] an Alexander Georg von Humboldt, von Knobelsdorff, von Waldow, anschließend kam es in bürgerliche Hände der Familie Koeppen, die einen Ritterschaftsrat für die Region stellte.[10]
Das Herrenhaus Ringenwalde blieb nicht erhalten.[11]
Literatur
- Anton Balthasar König: Bernd Christian von Schoenebeck. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, welche sich in Preußischen Diensten berühmt gemacht haben. Band 3. Arnold Wever, Berlin 1790, S. 409 (Bernd Christian von Schoenebeck bei Wikisource [PDF]).
- J. T. Bagmihl: Pommersches Wappenbuch. Band 4, H. G. Essenbart Erben-Stettin-Comm. Friedrich Nagel-Selbstverlag, Stettin 1854, S. 16–17.u. Tab. VII. Familie von Schön(e)beck.
- Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 1, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1937], DNB 367632764, S. 94, Nr. 164.
Weblinks
- CompGen e.V. Berlin (Hrsg.): Familien-Datenbank-von Schönebeck-16./17. Jh.