Bernd Hof

deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer (International School of Management) From Wikipedia, the free encyclopedia

Bernd Hof (* 1945) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und ehemaliger Professor an der International School of Management (ISM) in Dortmund. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Volkswirtschaft, Empirische Wirtschaftsforschung und insbesondere die Bevölkerungs- und Arbeitsmarktpolitik.

Von 1973 bis 2001 war er am Institut der deutschen Wirtschaft in Köln tätig.[1]

Forschungsschwerpunkte

In seiner Forschung konzentrierte sich Hof vor allem auf:

  • Makroökonomik und Wirtschaftspolitik – etwa Wachstums-, Beschäftigungs- und Arbeitsmarktanalysen.
  • Empirische Wirtschaftsforschung – quantitative Studien zu Beschäftigung, Produktivität und Strukturwandel.
  • Bevölkerungs- und Arbeitsmarktpolitik – insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Arbeitskräfteangebot und Beschäftigung.
  • Soziale Sicherungssysteme – finanzielle Tragfähigkeit der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung unter demografischen Veränderungen.

Wissenschaftliches Werk

Bernd Hof veröffentlichte mehrere Bücher, die sich überwiegend mit dem Zusammenspiel von Demografie, Arbeitsmarkt und Sozialstaat befassen, darunter:

  • Bevölkerung und Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2000 (mit Günter Buttler), Köln 1977.
  • Arbeitsmarkt bei verringertem Produktivitätswachstum – Empirische Analyse und wirtschaftspolitische Folgerungen, Köln 1987.
  • Gesamtdeutsche Perspektiven zur Entwicklung von Bevölkerung und Arbeitskräfteangebot 1990 bis 2010, Köln 1990.
  • Europa im Zeichen der Migration – Szenarien zur Bevölkerungs- und Arbeitsmarktentwicklung in der Europäischen Gemeinschaft bis 2020, Köln 1993.

Bernd Hof hat viele Gutachten für Politik und Verbände geschrieben. Darin untersuchte er zum Beispiel, wie sich Bevölkerung und Arbeitsmarkt entwickeln, wie stabil die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung in Zukunft sind und welche Folgen der demografische Wandel hat. Seine Studien sollten der Politik helfen, langfristige Entscheidungen zu treffen.

In seinen Artikeln analysierte Hof vor allem den Arbeitsmarkt: etwa Beschäftigung in Ostdeutschland, Wachstum und Arbeitslosigkeit, Teilzeit, Zuwanderung und den Bedarf an Fachkräften. Außerdem schrieb er über die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Arbeit und Sozialstaat – oft mit konkreten Zahlen und Prognosen.

Seine Arbeiten verbinden in der Regel statistische Modellrechnungen mit wirtschaftspolitischen Handlungsempfehlungen und wurden häufig in politischen Beratungskontexten eingesetzt.[2]

Einzelnachweise

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