Bärnerbär
Gratiszeitung für die Stadt und Region Bern, Schweiz
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Der Bärnerbär (bis Mai 2017 Bernerbär) ist ein Gratis-Anzeiger für Stadt und Region Bern, herausgegeben von der Berner Medienhaus AG. Er erschien von 1983 bis Ende Juni 2010 normalerweise zweimal wöchentlich – gleich wie das amtliche Berner Publikationsorgan Anzeiger Region Bern, aber jeweils einen Tag früher: am Dienstag und am Donnerstag. Seit dem 29. Juni 2010 erscheint er nur noch wöchentlich, mit dem Untertitel Berns Wochenzeitung, erst dienstags, seit dem 5. Juni 2024 mittwochs.[3]
| Bärnerbär | |
|---|---|
| Beschreibung | Gratiszeitung |
| Verlag | Berner Medienhaus AG, Köniz |
| Erstausgabe | 28. April 1983 |
| Erscheinungsweise | wöchentlich |
| Verbreitete Auflage | 95'918 Exemplare |
| (Bärnerbär[1]) | |
| Reichweite | 0,072 (Vj. 0,074) Mio. Leser |
| (WEMF MACH Basic 2018-II) | |
| Chefredaktor | Lorenz Feller (Verlagsleiter) Daniel Zaugg (Produktionsleitung)[2] |
| Herausgeber | Berner Medienhaus AG |
| Weblink | baernerbaer.ch |
Inhalt und Auflage
Sein redaktioneller Inhalt beschränkt sich im Wesentlichen auf lokalen Boulevardjournalismus mit zahlreichen Bildberichten von Veranstaltungen, Porträts und Interviews sowie auf einen ausführlichen Veranstaltungsteil. Herzstück ist die Flüstertüte, mit «Fakten aus der Gerüchteküche». Nebst der gedruckten Ausgabe stehen auf der Website auch die aktuelle Ausgabe als E-Paper sowie ein Archiv von vergangenen Ausgaben zur Verfügung.
Der Bärnerbär hat nach eigener Aussage eine Auflage von 95'918 Exemplaren und 95'000 Online-Aufrufe.[1] Bei der letzten WEMF-Beglaubigung 2019 betrug die Auflage 91'078 Exemplare.[4]
Chefredaktoren und Mitarbeitende
Von 1985 bis 1988 amtete der Unternehmens- und Kommunikationsberater Werner C. Hug als Direktor/Chefredaktor der Berner Bär Verlags AG.[5] Der rechtsfreisinnige Hug, der von 1988 bis 1996 die FDP im Berner Stadtrat vertrat, etablierte eine rechtsbürgerliche, wirtschaftsliberale Publizistik.
Von November 1999 bis Februar 2012 leitete Matthias Mast die Redaktion.[6] Fast in jeder Ausgabe kommentierte er die bernische wie die schweizerische Politik und die Classe politique aus seiner persönlichen Optik.
Zwischen 2011 und Anfang 2016 war Jean-Claude Galli Chefredaktor,[7] danach Markus Ehinger. Ab November 2017 leitete Yves Schott die Redaktion, zurzeit (Juni 2025) wird er als freier Mitarbeiter geführt.[2] Publizistischer Leiter war Dominik Rothenbühler.
Für mehrseitige Interviews und Reportagen konnten einst immer wieder freie Mitarbeitende – früher beispielsweise Barbara und Markus Traber – verpflichtet werden. Die Rubrik Polosophie brachte jeweils eine neue Spruchweisheit von «Poloet» Polo Hofer, der diese Sprüche in drei Bänden veröffentlicht hat. Während Jahren erschien wöchentlich ein Cartoon von Ted Scapa.
Geschichte
Der Gratisanzeiger erschien erstmals am 21. April 1983[8] unter dem Titel Berner Bär, herausgegeben von der neu gegründeten Berner Bär Verlags AG, wobei der Ringier-Verlag beratend zur Seite stand. Die Initiative zur Gründung ging von den freisinnigen Politikern und Publizisten Erwin Bischof[9] und Peter Schindler aus.[10] Der Berner Bär bezog das Kapital «aus Kreisen der Berner Wirtschaft» – etwa den vereinigten Berner Innenstadt-Geschäften. Offiziell wollte das Gratisblatt die noch eigenständigen Berner Tageszeitungen Bund und Berner Zeitung «ergänzen».[11]
Vor den Regierungsratswahlen 1986 attackierte der Gratisanzeiger die abtrünnige Freisinnige Leni Robert, die für die grün angehauchte Freie Liste kandidierte, frontal. Gewählt wurde Robert trotzdem. Ab 1993 wurde ein für Berner Verhältnisse radikales Boulevard-Konzept umgesetzt.
Nachdem die ersten elf Ausgaben des Berner Bär bei der Schaer Thun AG gedruckt worden waren, wurde die Zeitung ab Juli 1983 von der zu Ringier gehörenden C. J. Bucher AG in Adligenswil gedruckt.[12] Ab 1996 wurde der Gratisanzeiger im Druckzentrum der Berner Zeitung hergestellt.
1999 wurde der Berner Bär von der Espace Media Groupe, dem Verlag der Berner Zeitung, der heute zu Tamedia gehört, vollständig übernommen.[11] Ab Januar 2017 gehörte der Bärnerbär der IMS Medien AG mit Sitz in Köniz.[13] Im Juni 2017 wurde die Zeitung von Bernerbär in Bärnerbär umbenannt und dessen Layout geändert.[14] 2023 wurde die IMS Medien AG mit der IMS Sport AG fusioniert,[15][16] welche wiederum von der IMS Marketing AG übernommen wurde.[17] Im September 2023 wurde bekannt, dass der Verleger/Herausgeber und Verwaltungsratspräsident der IMS Marketing AG, Erwin Gross, Investoren sucht, da er sich altersbedingt aus dem Unternehmen zurückziehen möchte. Die IMS Marketing AG ist auch für die Vermarktung des SC Bern zuständig.[18] Seit Anfang 2024 wird der Bärnerbär von der Berner Medienhaus AG herausgegeben.[11][19] Per 1. Juni 2025 wurde die Nau media AG Hauptaktionärin der Berner Medienhaus AG.[11][20]