Bernhard Jablonski

deutscher Künstler und Formgestalter (Designer), Bildhauer und Fotograf From Wikipedia, the free encyclopedia

Bernhard Jablonski (* 5. August 1924 in Königsberg/Preußen; † 6. Januar 2023[1] in Pforzheim) war ein deutscher Künstler und Formgestalter (Designer), Bildhauer, Fotograf und Hochschullehrer. Von 1976 bis 1985 war er Rektor der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim. Er begründete den Fachbereich Transportation-Design als einen der ersten Hochschul-Studiengänge für Kfz-Design weltweit.

Bernhard Jablonski (2009)

Leben

Bernhard Jablonski (2014)

Nach Kriegsteilnahme und Gefangenschaft studierte er an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart mittels eines Stipendiums der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Ab 1954 arbeitete er als freischaffender Bildhauer und Formgestalter. Im Jahr 1963 erhielt er einen Lehrauftrag und eine Professur an der Fachhochschule für Gestaltung in Pforzheim (FHG). Dort baute er den Studiengang Industrie-Design auf und leitete diesen. Von 1976 bis 1985 war er der Rektor der FHG Pforzheim und unter anderem der Initiator des Studiengangs Kraftfahrzeugdesign, jetzt Transportation-Design (zurzeit die einzige Ausbildungsstätte in der BRD von insgesamt 4 weltweit).[2]

1985 wurde er aus dem Hochschuldienst emeritiert.

Bis in das Jahr 2000 arbeitete er als freischaffender Industrie-Designer. Seither intensivierte er seine fotografische Tätigkeit.

Design Tätigkeiten

  • ab 1954 Entwicklungen von Konsumgütern und technischen Geräten
  • Mitglied im VDID (Verband deutscher Industrie Designer)[3]
  • 1969 – 1971 Projektleiter der Studie über passive und aktive Sicherheit im Kfz-Bereich über das Jahr
  • (Fa. Bosch) Forschungsauftrag zur Humanisierung des Arbeitslebens „Arbeitsplatz für Feinwerktechnik“ (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, veröffentlicht 1978), Beratung
  • Optimale Arbeitsplatzgestaltung in der Uhren- und Schmuckwarenindustrie sowie im Gold- und Silberschmiedehandwerk / B. Jablonski. Bundesanst. für Arbeitsschutz u. Unfallforschung, Dortmund[4]
  • DB-Zentrale Fahrdienstleitung ICE. Mitarbeit im Forschungszentrum SEL und SEL/Alcatel bei Projekten der Arbeitsplatzentwicklung für „Kommunikation und Verkehrssteuerung“.
  • (Berlin, Essen, Düsseldorf) Heinrich Hertz Institut Gesamtkonzeptionen und Human-Factor-Design
  • 1981 – 1984 Für die Control-Center des vollelektronisch gesteuerten Hochtrassen-Nahverkehrsmittel in Vancouver/Kanada
  • 1990 – 1994 gleichfalls in den Docklands/London

Künstlerische Tätigkeiten

Freie Bildhauerei

  • Arbeiten in Stein, Betonguss, Bronze, Edelstahl, kupfergetrieben und anderes

Öffentliche Aufträge

unter anderem

  • Stuttgart.: Relief am Rathauseingang, Wandgestaltung an Uhlandschule
  • Stuttgart: Außenrelief, Altar, Kanzel und Bronzeplastik (lebensgroß) „Pieta“ in der Rosenbergkirche[5]
  • Weilimdorf: Freiplastik und Platz-Gestaltung in der Engelbergschule
  • Duisburg: Brunnen auf einem Schulhof
  • Bad Mergentheim: Großes(Metall-) Außenwand-Relief „Quelle“ an der Landerversicherungs-Anstalt
  • Pforzheim: Rathaus-Uhr (Marmor)
  • Pforzheim: Wandobjekt mit Materialien der Firma Witzemann im Rathaus
  • Essen: Thyssen Engineering Stahlobjekt

Freie Fotografie

Ausstellungen

Auswahl (E): Einzelausstellung

Literatur

  • Optimale Arbeitsplatzgestaltung in der Uhren- und Schmuckwarenindustrie sowie im Gold- und Silberschmiedehandwerk / B. Jablonski. Bundesanst. für Arbeitsschutz u. Unfallforschung, Dortmund ISBN 978-3-88314-207-4[4]

Auszeichnungen

Commons: Bernhard Jablonski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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