Bernhard Raestrup

deutscher Unternehmer und Politiker (Zentrum, CDU), MdB, MdL From Wikipedia, the free encyclopedia

Bernhard Raestrup (* 25. Januar 1880 in Oelde; † 20. Juli 1959 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (Deutsche Zentrumspartei, CDU).

Leben und Beruf

Grabstätte auf dem Friedhof in Oelde

Raestrup war Sohn des Eigentümers der Malzfabrik August Raestrup in Oelde. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Münster bis zur Obersekundareife ging er auf eine Höhere Handelsschule und absolvierte eine kaufmännische Lehre. Anschließend arbeitete er im elterlichen Unternehmen. 1906 gründete er zusätzlich das Stanz- und Emaillierwerk „Krone“ Raestrup & Co. in Oelde. Während der Zeit der Weimarer Republik war er Vorsitzender des Verbandes westdeutscher Emaillierwerke. Daneben fungierte er als Handelsrichter.

Partei

Raestrup trat 1919 in die Zentrumspartei ein, war seit 1920 zunächst Kreisvorsitzender und wurde 1931 zum Vorsitzenden der westfälischen Zentrumspartei gewählt. Am 1. April 1940 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. Juli desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 8.073.697).[1][2] Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss er sich der CDU an. Seit 1945 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Beckum.

Abgeordneter

Raestrup war Stadtverordneter in Oelde. Er war von 1921 bis 1933 Mitglied des Provinziallandtags der Provinz Westfalen und amtierte von 1931 bis 1933 als dessen Präsident. 1933 gehörte er dem Preußischen Landtag an.

1945 wurde Raestrup in den Kreistag des Kreises Beckum gewählt. Dem Deutschen Bundestag gehörte er seit der ersten Bundestagswahl 1949 bis 1957 an. Im Parlament vertrat er 1949 wie 1953 als direkt gewählter Abgeordneter den Wahlkreis Beckum – Warendorf, in dem er 1953 67,5 % der Erststimmen auf sich vereinigte. Er war in der zweiten Legislaturperiode nach Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) und Marie-Elisabeth Lüders (FDP) der drittälteste Abgeordnete des Bundestags.

Ehrungen

Literatur

  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages 1949–2002. Band 2 (N–Z). Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 663–664.
  • Ernst Kienast (Hrsg.): Handbuch für den Preußischen Landtag. Ausgabe für die 5. Wahlperiode, Berlin 1933, S. 372.

Einzelnachweise

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