Bernhart Ohnesorge

deutscher Entomologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Bernhart Ohnesorge (* 28. Oktober 1923 in Berlin; † 13. Juni 2026 in Stuttgart)[1] war ein deutscher Forstwissenschaftler und Zoologe. Er war Professor für Entomologie an der Universität Hohenheim.[2]

Leben

Bernhart Ohnesorge wurde in Berlin-Charlottenburg als Sohn des Landgerichtsdirektors Kurt Ohnesorge und dessen Ehefrau Irmgart Ohnesorge geb. Humperdinck geboren. Nach erfolgreicher Abiturprüfung im Jahr 1941 an der Heinrich-von-Kleist Oberschule für Jungen in Berlin-Grunewald studierte Ohnesorge von 1945 bis 1949 Forstwissenschaften an der Forstfakultät Hannoversch Münden der Universität Göttingen. Nach dem Diplom im Jahr 1949 und Referendariat in Niedersachsen und Baden legte er 1951 sein Staatsexamen im Landwirtschafts-Ministerium Hannover ab. Es folgte eine Doktorandenzeit am Institut für Forstentomologie der Universität Freiburg. Mit seiner Dissertation: Wirtspflanzenbeziehungen durch Großer brauner Rüsselkäfer (Hylobius abietis) wurde er dort 1953 zum Dr. rer. nat. promoviert.

Im Jahr 1954 heiratete Ohnesorge die Physiologin Erika Gallasch (1926–1994)[3]; die beiden waren Eltern von drei gemeinsamen Söhnen.

Nach Stationen als Entomologe an der Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt Göttingen, als Research Officer am Forest Insect Laboratorium in Sault Ste. Marie, Ontario und als wissenschaftlicher Angestellter an der Biologischen Bundesanstalt, Berlin-Dahlem legte er seine Arbeit: Massenwechsel, Dichte-Regulation und Dichte-Determination bei der Kleinen Fichtenblattwespe Pristiphora abietina (Christ) (Hym., Tenthr.) vor. Damit folgte im Jahr 1966 die Habilitation für das Fach Angewandte Zoologie an der Freien Universität Berlin. 1968 wechselte Ohnesorge als Dozent und Abteilungsleiter für Entomologie an das Institut für Pflanzenschutz der Universität Hohenheim, wo er 1972 zum Professor ernannt wurde. Unter seiner Leitung wurden 34 Doktoranden in Hohenheim promoviert, er schrieb die Standardwerke: Tiere als Pflanzenschädlinge, Thieme-Verlag 1976, 2. Auflage 1991; sowie zusammen mit Altenkirch und Majunke: Waldschutz 2002, Verlag Ulmer 2002. 1988 wurde Ohnesorge pensioniert. Im Juni 2026 starb er im Alter von 102 Jahren.

Forschungsengagement und Lehre

Mitgliedschaften und Ehrungen

Literatur

  • Theophil Gerber: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Biographisches Lexikon. NORA Verlagsgemeinschaft Dyck & Westerheide, Berlin 2008, ISBN 3-936735-67-0.

Einzelnachweise

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