Berta Scheiding

deutsche Gründerin und Frauenrechtlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Berta Scheiding (* 3. Dezember 1863[1.1], als Berta Eberdt; † 4. November 1941[1.1] in Hof) war eine deutsche Frauenrechtlerin und Gründerin der Hofer Zweigstelle des Vereins Frauenwohl.

Leben

Berta Eberdt[2] heiratete den Hofer Arzt und Hofrat Gottlieb Scheiding.[1][1.2]

Berta Scheiding gründete 1904 den Verein „Frauenwohl“ in Hof, um Bildung für Hofer Frauen zu fördern. Bereits kurz nach der Gründung gab es ein reges Vereinsleben. Jährlich fanden zwei Vortragsabende statt, bei denen prominente Rednerinnen und Redner anwesend waren, um die aktuellen Frauenfragen umfassend zu erörtern. Zudem wurden die regelmäßige Koch- und Abendkurse für Weißnähen und Schneidern gut besucht.[1.3] Im Jahr 1912 wurde eine Frauenarbeitsschule aus privater Hand übernommen und weiterentwickelt. Verschiedene Wohltätigkeitsveranstaltungen generierten die notwendigen Mittel, die für gemeinnützige Zwecke eingesetzt wurden. Ausstellungen präsentierten das „Reich der Frau“ und stellten innovative Haushaltshilfsmittel zur Schau.[1.3]

Der Frauenarbeitsschule schloss sich später ein Kindergarten an, um die Kinder der Schülerinnen besser betreuen zu können.[3] Der Verein nutzte dafür zunächst das Haus in der Bürgerstraße 18.[4] An die 14.000 Hoferinnen nahmen im Lauf der Jahre an diesen Kursen teil.[5] Manche von ihnen absolvierten später die Ausbildung zur Lehrerin und unterrichteten dann selbst in der Hofer Frauenarbeitsschule.[1.4]

Scheiding führte den Verein Frauenwohl 30 Jahre lang.[1.3] Das gesamte Vereinsgeschehen sowie der Aufbau und die Weiterentwicklung der Schule und des Vereins wurden von ihr koordiniert und geleitet.[1.3] Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde der Verein „gleichgeschaltet“. Scheiding sah keine Möglichkeit mehr, im alten Sinne weiterzuarbeiten, und legte den Posten nieder, 1933 wurde sie bei einer Generalversammlung in verabschiedet.[1.5] Der Verein konnte sich noch bis 1937 halten, bevor er anderen Organisationen weichen musste.[1.5]

Berta Scheiding verstarb nach längerem Leiden am 4. November 1941 in Hof.[1.6] Sie hinterließ ihren Mann und ihre Tochter, sowie zwei Enkelkinder.

Berta Scheiding wurde mit einer Aufnahme in die FrauenOrte Bayerns geehrt, das Projekt „Bayerns Frauen“ wird direkt vom Bayerischen Staatsministerium getragen.[5]

Einzelnachweise

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