Bhotekoshi (Trishuli)
rechter Quellfluss der Trishuli in Gyirong (Tibet, Volksrepublik China) und Rasuwa (Nepal)
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Der Fluss Bhotekoshi ist der etwa 145 km lange rechte Quellfluss der Trishuli im autonomen Gebiet Tibet der Volksrepublik China sowie in der Provinz Bagmati in Nepal. Er bildet den hydrologischen Hauptstrang der Trishuli.
| Bothekoshi Kyirong Tsangpo | ||
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Mündung des Lhende Khola (von orographisch links, also rechts im Bild) in den Bhotekoshi (links im Bild), die 2025 und 2026 zerstörte Freundschaftsbrücke ist in Bau (2013) | ||
| Daten | ||
| Lage | ||
| Flusssystem | Ganges | |
| Abfluss über | Trishuli → Gandak → Ganges → Meghna → Golf von Bengalen | |
| Quellgebiet | im Hochland von Tibet (Nordflanke des Himalaya) 28° 51′ 48″ N, 84° 57′ 0″ O | |
| Quellhöhe | ca. 5400 m | |
| Vereinigung mit | Langtang Khola zur Trishuli 28° 9′ 52″ N, 85° 20′ 29″ O | |
| Mündungshöhe | ca. 1430 m | |
| Höhenunterschied | ca. 3970 m | |
| Sohlgefälle | ca. 27 ‰ | |
| Länge | ca. 145 km[1] | |
| Linke Nebenflüsse | Lhende Khola | |
| Kleinstädte | Gyirong | |
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Name
Der chinesische Name für den oberen Abschnitt des Bhotekoshi in Tibet ist Kyirong Tsangpo (chinesisch 吉隆藏布, Pinyin Jílóng Zàngbù). Hier ist 吉隆, Jílóng die chinesische Transkription des tibetischen Ortsnamens Kyirong mit der Bedeutung „Tal des Glücks“. Und 藏布, Zàngbù ist die chinesische Transkription des tibetischen Wortes Tsangpo mit der Bedeutung „Fluss“.[2]
An der Grenze zu Nepal wechselt sein Name zu Bhote Koshi. Der nepalesische Name Bhotekoshi (Nepali भोटे कोशी IAST Bhōṭē kōśī) setzt sich zusammen aus der historischen Bezeichnung Bhote (भोटे IAST Bhōṭē) für Tibet und dem nepalesischen Wort koshi (कोशी IAST kōśī) für „Fluss“. Der Flussname wird daher häufig getrennt Bhote Koshi geschrieben. Auch ein Nebenfluss des Sunkoshi heißt Bhotekoshi; ebenso ein Nebenfluss des Dudhkoshi.
Verlauf
Der Fluss Bhotekoshi entspringt im Hochland von Tibet an der Nordflanke des Himalaya auf einer Höhe von etwa 5400 m. Der Fluss fließt anfangs etwa 40 km nach Osten. Bei Gyirong wendet sich der Fluss nach Süden und durchschneidet im Anschluss das Hochgebirge zwischen Ganesh Himal (7424 m) im Westen und Langtang Himal (7227 m) im Osten. Bei Flusskilometer 20 erreicht der Fluss die nepalesische Grenze. Er bildet auf einer Strecke von etwa 5 Kilometern die Grenze, wobei Nepal am rechten Flussufer liegt. Die letzten knapp 15 Kilometer fließt er innerhalb Nepals. Er vereinigt sich schließlich auf einer Höhe von etwa 1430 m mit dem kleineren Fluss Langtang Khola, der von Osten heranströmt, zur Trishuli.
Hochwasserereignisse
Im Bhotekoshi-Flusstal kommt es immer wieder zu Hochwasserereignissen und Sturzfluten. Diese werden meist entweder von Starkregenereignissen im Einzugsgebiet während der Monsun-Zeit oder durch Gletscherläufe verursacht.
Am 8. Juli 2025 wurde die Freundschaftsbrücke (Miteri Bridge) über den Lhende Khola und das Grenzgebäude durch eine Sturzflut von Tibet kommend zerstört. Ein natürlicher, von Gletschern geformter Damm war damals stromaufwärts gebrochen.[3][4][5][6][7] Die Freundschaftsbrücke wurde bis Ende 2025 wieder hergestellt.[8]
Am 26. August 2026 kam es zu Sturzfluten mit mehr als 1300 Vermissten und mehr als 350 Toten.[4][5][6][7][9][10][11] Die Ursache war offenbar ein Gletscherabbruch unterhalb der Nordflanke des Langtang Lirung, der zu einer von seismischen Instrumenten gemessenen Erschütterung führte und in einen zuvor entstandenen Gletscherrandsee fiel.[12] Der Ursprung der Sturzflut lag im Einzugsgebiet des linken Nebenflusses Lhende Khola (tibetisch Donglin Tsangpo), der im Distrikt Rasuwa an der nepalesisch-chinesischen Grenze auf den Fluss Bhotekoshi trifft.[13] Videos in den Medien zeigten den Grenzpunkt auf chinesischer Seite mit dem Bhotekoshi unmittelbar oberhalb der Mündung des Lhende Khola und die zerstörerische Kraft, welche die Sturzfluten hier sogar flussaufwärts Richtung Tibet ausübten. Die zerstörerische Kraft der Fluten wurde insbesondere durch mitgeführte Sedimente und Gestein begünstigt.[14] Der Flusspegel in Galchhi stieg innerhalb von 30 Minuten um 9 Meter.[14] Es wurde vor weiteren Sturzfluten gewarnt, da sich an der Flussmündung des Lhende Khola offenbar ein Stausee gebildet hatte, dessen natürlicher Damm zu brechen drohe.[15]
