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Biferno (Wein)

italienische Denominazione di Origine Controllata aus dem Molise From Wikipedia, the free encyclopedia

Biferno DOC sind trockene Rot-, Rosé- und Weißweine aus der italienischen Provinz Campobasso (Region Molise). Die Weine besitzen seit 1983 eine „kontrollierte Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC), die zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert wurde.[1]

Anbau

Erzeugung

Laut Denomination sind folgende Weintypen (mit einer vorgeschriebenen Rebsorten-Zusammensetzung) möglich:[1]

  • Biferno rosso (auch als „Riserva“ und „Superiore“) und Biferno rosato: Beide Weintypen müssen mindestens 70 % und höchstens 80 % Montepulciano enthalten. Weiterhin müssen 10–20 % Aglianico verwendet werden. Höchstens 20 % andere rote Rebsorten, die für den Anbau in der Region Molise zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.
  • Biferno bianco: Muss zu mindestens 70 % und höchstens 80 % aus Trebbiano Toscano bestehen. Höchstens 20–30 % andere weiße Rebsorten, die für den Anbau in der Region Molise zugelassen sind, dürfen zugesetzt werden.

Beschreibung

Laut Denomination (Auszug):[1]

Biferno rosso

  • Farbe: mehr oder weniger intensives rubinrot – mit zunehmender Reife granatrote Reflexe
  • Geruch: angenehm, charakteristisch, mit ätherischem Duft bei zunehmender Reife
  • Geschmack: trocken, harmonisch, samtig, leicht tanninhaltig
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,5 Vol.-%, bei „Superiore“ mind. 12,5 Vol.-%, bei „Riserva“ mind. 13 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 22,0 g/l, bei „Superiore“ mind. 23 g/l, bei „Riserva“ mind. 24 g/l

Biferno bianco

  • Farbe: strohfarben, mehr oder weniger intensiv, mit grünlichen Reflexen
  • Geruch: angenehm, zart, leicht aromatisch
  • Geschmack: trocken, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 10,5 Vol.-%
  • Säuregehalt: mind. 5,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 16,0 g/l

Literatur

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. 3. überarbeitete Ausgabe, 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9, S. 233.

Einzelnachweise

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