Bigna Silberschmidt
Schweizer Fernsehmoderatorin und Journalistin
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Bigna Silberschmidt (* 16. Dezember 1985 in St. Gallen) ist eine Schweizer Journalistin und Fernsehmoderatorin. Sie moderierte Schweiz aktuell, das Nachrichtenmagazin 10 vor 10 sowie die Wissenssendung Einstein beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).[1][2]

Leben und Wirken
Silberschmidt wurde in St. Gallen geboren.[3] Sie studierte an der Universität Freiburg Medien- und Kommunikationswissenschaften, Zeitgeschichte und Betriebswirtschaftslehre und schloss ihr Studium mit einem trilingualen Master in Betriebsökonomie ab.[4] Nach ersten Journalismus-Erfahrungen beim Universitätsradio Unimix und als Printjournalistin war sie als Stv. Redaktionsleiterin bei 20 Minuten Bern sowie als Stv. Geschäftsführerin bei einer Kommunikationsagentur tätig.[1] Daneben gab sie mit einem Journalisten-Kollektiv das Printmagazin Zalle heraus, das für hintergründigen Journalismus steht.[5]
Seit 2015 arbeitete sie bei Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Anfänglich war sie als Radioreporterin bei Radio SRF 3 beschäftigt, 2016 wechselte sie zum Format Schweiz aktuell, bei dem sie als Reporterin und ab 2017 auch als Moderatorin arbeitete.[6] Daneben realisierte sie als Inlandredaktorin Fernsehbeiträge in den Themenbereichen Wirtschaft, Politik, Umwelt, Wissenschaft und Gesellschaft für die Informationssendungen Schweiz aktuell, Tagesschau und 10 vor 10. 2020 stiess sie zum Nachrichtenmagazin 10 vor 10 und bildete dort zusammen mit Arthur Honegger, Urs Gredig und Wasiliki Goutziomitros das Moderationsteam.[7] und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling[8]. 2021 führte sie im Rahmen eines nationalen, viersprachigen Projekts von Radiotelevisione Svizzera, Radio Télévision Suisse und Schweizer Radio und Fernsehen durch eine fünfteilige Dokumentationsserie über Schweizer Pärke von nationaler Bedeutung.[9] Ab 2022 moderierte sie gemeinsam mit Tobias Müller und in Vertretung von Kathrin Hönegger die Wissenschaftssendung Einstein. Besondere Beachtung fand dabei die Sendung über den Weltrekordversuch der Rhätischen Bahn, in der Silberschmidt das Experiment wagte, einen Bahnwagen mit eigener Muskelkraft anzuschieben. Zum Tag der Inklusion 2022 realisierte sie gemeinsam mit Carmen Köppel als Eigenproduktion die SRF-Reportage «Ich sehe mit meinen Fingern» über eine blinde Frau, «um Berührungsängste gegenüber sehbehinderten und blinden Menschen abzubauen und für ihre Realität zu sensibilisieren».[10]
Silberschmidt steht nach eigener Aussage für einen konstruktiven Journalismus: «Mich interessieren die Geschichten hinter den Menschen – und es interessiert mich, Geschichten lösungsorientiert zu erzählen. Damit möchte ich einen Teil zu mehr Positivität in der Gesellschaft beitragen.»[1] Sie war zudem Teil des Diversitäts-Netzwerks SRF, welches sich für gelebte Diversität und Inklusion auf den Sendern des SRF und im Unternehmen selbst einsetzt.[11] 2025 verliess sie SRF und machte sich selbständig.[12]
Auszeichnungen
2022 zeichnete sie das Branchenmagazin Schweizer Journalist:in in der Hauptkategorie «Journalist:in des Jahres» mit dem zweiten Platz aus.[13]
Varia
- 2020 nahm sie an der Live-Tanzshow «Darf ich bitten?» von SRF 1 teil.[14] Mit ihrem Tanzpartner Pitt-Alexander Wibawa zog sie in den Final ein und erreichte den zweiten Platz.
- Silberschmidt engagiert sich für Nachhaltigkeit, Diversität und Gleichstellung. «Gleichberechtigung, unabhängig von Geschlecht, der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe oder des kulturellen Hintergrunds ist für mich eine Frage der persönlichen Werte, keine politische Haltung.»[3]
Weblinks
- 10vor10. Bigna Silberschmidt ( vom 24. Juli 2020 im Internet Archive). In: SRF 10 vor 10. Kurzporträt von Bigna Silberschmidt bei Schweizer Radio und Fernsehen