Binapacryl

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Binapacryl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Dinitrophenole.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Binapacryl
Allgemeines
Name Binapacryl
Andere Namen
  • [6-(1-Methylpropyl)-2,4-dinitrophenyl]-3,3-dimethylacrylat
  • 2-sec-Butyl-4,6-dinitrophenyl-3-methyl-2-butenoat
  • 2-sec-Butyl-4,6-dinitrophenyl-beta,beta-dimethylacrylsäureester
  • Acricid
  • [2-(1-Methylpropyl)-4,6-dinitrophenyl]-3,3-dimethylacrylat
  • 2-sec-Butyl-4,6-dinitrophenyl-3-methylcrotonat
Summenformel C15H18N2O6
Kurzbeschreibung

gelber bis brauner Feststoff mit charakteristischem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 485-31-4
EG-Nummer 207-612-9
ECHA-InfoCard 100.006.921
PubChem 10234
ChemSpider 9817
Wikidata Q3468507
Eigenschaften
Molare Masse 322,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,24 g·cm−3(Schüttdichte)[2]

Schmelzpunkt

66–67 °C[1]

Dampfdruck

13 mPa (25 °C)[2]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (1 mg·l−1 bei 20 °C)[1]
  • löslich in Aceton, Xylol und Ethanol[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301+311360D410
P: 201202273280301+310302+352+312[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Binapacryl kann durch Veresterung von Dinoseb mit 3-Methylcrotonoylchlorid gewonnen werden.[4][5]

Synthese von Binapacryl
Synthese von Binapacryl

Eigenschaften

Binapacryl ist ein brennbarer, gelber bis brauner Feststoff mit charakteristischem Geruch, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er zersetzt sich bei Erhitzung.[1] Die Verbindung ist stabil unter normalen Umgebungsbedingungen, aber zersetzt sich langsam bei Einwirkung von UV-Licht.[6]

Verwendung

Binapacryl wird als Fungizid, Insektizid und Akarizid verwendet.[2]

Zulassung

In der Europäischen Union ist Binapacryl nicht nur nicht zugelassen, sondern verboten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[7]

Binapacryl ist unter dem Rotterdamer Übereinkommen über das Verfahren der vorherigen Zustimmung nach Inkenntnissetzung für bestimmte gefährliche Chemikalien sowie Pestizide im internationalen Handel (Anlage III) geregelt.[8]

Einzelnachweise

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