Biophobie

psychologische Abneigung, Ekel oder Angst gegenüber der Natur sowie lebenden Organismen From Wikipedia, the free encyclopedia

Biophobie ist eine Reaktion der Angst oder selektiven Abneigung gegenüber bestimmten Lebewesen und natürlichen Umgebungen.[1][2] Der Fachbegriff wird häufig als Gegenbegriff zur Biophilie verwendet, einem Konzept, das von Edward O. Wilson geprägt wurde.

Ursachen und Folgen

Als Ursache wird die steigende Urbanisierung, zunehmend geringerer Naturkontakt und die mediale Darstellung von Risiken gesehen. Menschen, die überwiegend in städtischen Räumen aufwachsen, nehmen Natur oft als fremd oder unberechenbar wahr. Berichte über gefährliche Tiere, Krankheiten oder Naturkatastrophen können die Angst verstärken.[3][1]

Laut dem australischen Naturphilosophen Glenn Albrecht (* 1953), der den Begriff Solastalgie prägte, ist die Biophobie teils genetisch, teils sozial bedingt und könnte sich im Anthropozän rasant ausbreiten. Laut Albrecht könnte die wachsende Vertrautheit der Menschen mit künstlicher Intelligenz und ihren Begleitern, den Robotern, dazu führen, dass eine irrationale Angst vor dem Leben entsteht, obwohl der Mensch selbst ebenfalls eine Lebensform ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die diese systemische Angst vor Ökosystemen und Leben erleben, werden dann nicht in der Lage sein, die nötige Empathie zu zeigen, um auf die Bedrohungen des Aussterbens dieser Ökosysteme zu reagieren.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

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