Biophobie
psychologische Abneigung, Ekel oder Angst gegenüber der Natur sowie lebenden Organismen
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Biophobie ist eine Reaktion der Angst oder selektiven Abneigung gegenüber bestimmten Lebewesen und natürlichen Umgebungen.[1][2] Der Fachbegriff wird häufig als Gegenbegriff zur Biophilie verwendet, einer Hypothese, die von Edward O. Wilson formuliert wurde.
Ursachen und Folgen
Als Ursache wird die steigende Urbanisierung, zunehmend geringerer Naturkontakt und die mediale Darstellung von Risiken gesehen. Menschen, die überwiegend in städtischen Räumen aufwachsen, empfinden Natur oft als fremd oder unberechenbar. Berichte über gefährliche Tiere, Krankheiten oder Naturkatastrophen können die Angst verstärken.[3][1]
Laut dem australischen Naturphilosophen Glenn Albrecht (* 1953), der den Begriff Solastalgie prägte, ist die Biophobie teils genetisch, teils sozial bedingt und könnte sich im Anthropozän rasant ausbreiten. Laut Albrecht könnte die wachsende Vertrautheit der Menschen mit künstlicher Intelligenz und ihren Begleitern, den Robotern, dazu führen, dass eine irrationale Angst vor dem Leben entstehe, obwohl der Mensch selbst ebenfalls eine Lebensform sei. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die diese systemische Angst vor Ökosystemen und Leben erlebten, wären dann nicht in der Lage, die nötige Empathie zu zeigen, um auf die Bedrohungen des Aussterbens dieser Ökosysteme zu reagieren.[4]
Siehe auch
Weblinks
- Sebastian Witte: Biophobie – Wenn Menschen sich vor der Natur fürchten. In: geo.de vom 23. Januar 2026.