Björn Järnsidas Hög
Grabhügel auf der Ostseite der Insel Munsö im Mälaren, in Uppland in Schweden
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Das Gräberfeld
Der Björn Järnsida Hög ist der größte und höchstgelegene einer Hügelansammlung im vendelzeitlichen Gräberfeld, östlich des Hofes Husby. Er hat einen Durchmesser von etwa 20 Metern und eine Höhe von 5,0 Metern mit einer abgeflachten Kuppe von etwa 10 Metern Durchmesser. Er befindet sich auf dem etwa 540 × 35 bis 140 m großen Gräberfeld aus etwa 45 Hügeln, 104 runden Steinsetzungen. Die mit Torf bedeckten Hügel haben Durchmesser zwischen 6,0 und 20,0 Metern (vornehmlich 8,0 bis 12,0 Meter) und Höhen von 0,6 bis 5,0 Metern (vornehmlich 1,0 bis 2,0 Meter).
Die mit Torf bedeckten Steinsetzungen haben Durchmesser von 4,0 bis 8,0 Metern und Höhen von 0,1 bis 0,5 Metern. Mehrere haben einzelne Steine in der Oberfläche, die 0,2 bis 0,4 Meter groß sind. Einige haben eine zentrale Grube mit einem Durchmesser von 2,0 bis 4,0 Metern und einer Tiefe von 0,1 bis 0,2 Metern. Etwa 25 Meter östlich des befindet sich ein kleineres Gräberfeld.
Der Runenstein
Auf dem Grabhügel fand man das Fragment des Runensteins (U 13) aus Granit. Es ist 65 cm hoch, 80 cm breit und 30 cm dick. Die Runen sind 10 cm hoch. Auf einer Zeichnung von Carl Ludvig von Schantz (1681–1734) aus dem 18. Jahrhundert befindet sich das Fragment bereits an der Stelle. Der abgenutzte Text ist nicht leicht zu erkennen, aber die Runen wurden entziffert und er lautet gemäß der Übersetzung von Erik Brate: Torgöt sie... . (sein) Geist und die (Mutter) Gottes...
Björn Järnsida
Björn Järnsida ist ein schwedischer Sagenkönig, der in nordischen Legenden auftaucht. Nach der Gesta Normannorum Ducum (Taten der Herzöge der Normannen) des Wilhelm von Jumièges (um 1070) war er ein Sohn des Wikingers Ragnar Lodbrok. Björn soll der erste Herrscher der ebenso fiktiven Munsö-Dynastie gewesen sein. Er lebte im 9. Jahrhundert und wurde zwischen 855 und 858 sicher datiert.
Der Überlieferung nach soll Björn mit seinem Bruder (oder Mentor)[1] Hásteinn, oder mit Ragnar Lodbrok oder mit Sigtrygg in den 840er und 850er Jahren die Küsten Westeuropas geplünderte haben.
Literatur
- Régis Boyer: Die Wikinger. Stuttgart 1994, ISBN 3-608-93191-0
- F. Donald Logan: The Vikings in History. 2. Aufl. London/New York 1991, ISBN 0-415-08396-6
- Reinhold Rau (Hrsg.): Jahrbücher von St. Bertin (Annalen von St. Bertin) Berlin 1958.