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Bleib wie du bist

Film von Alberto Lattuada (1978) From Wikipedia, the free encyclopedia

Bleib wie du bist (Originaltitel: Così come sei, deutsch = So wie du bist) ist eine italienisch-spanische Koproduktion aus dem Jahre 1978. Regie führte Alberto Lattuada.

TitelBleib wie du bist
OriginaltitelCosì come sei
ProduktionslandItalien, Spanien
OriginalspracheItalienisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Bleib wie du bist
Originaltitel Così come sei
Produktionsland Italien, Spanien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1978
Länge 109 Minuten
gekürzte Fassung 95 Minuten
Altersfreigabe
  • FSK 16
    gekürzte Fassung FSK 12[1]
Stab
Regie Alberto Lattuada
Drehbuch Paolo Cavara, Enrico Oldoini, Alberto Lattuada
Produktion Giovanni Bertolucci
Musik Ennio Morricone
Kamera José Luis Alcaine
Schnitt Sergio Montanari
Besetzung
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Handlung

Bei einem Aufenthalt in Florenz verliebt sich der römische Landschaftsarchitekt Giulio in die Studentin Francesca, die viel jünger ist als er. Giulio ist verheiratet, aber die Ehe kriselt, und die Ehepartner gehen ihre eigenen Wege. Giulios Freund Lorenzo erzählt ihm, dass Teresa die Tochter Floras ist, mit der Giulio vor Jahren eine intensive Affäre hatte, die er aber inzwischen vollkommen vergessen hat. Die Affäre endete, als Flora während eines gemeinsamen Kinobesuchs den Saal verließ und danach nie mehr auftauchte. Unmittelbar danach begann Flora, die inzwischen verstorben ist, eine Affäre mit einem anderen Mann. Giulio versucht, sich an seine Beziehung mit Flora zu erinnern, und erschrickt bei dem Gedanken, dass Teresa möglicherweise seine Tochter ist.

Zur selben Zeit wird Giulios Tochter Alexandra schwanger. Die Beziehung ihres Vaters mit Francesca durchschaut sie schnell und akzeptiert sie. Als Giulio mit Francesca darüber spricht, dass er möglicherweise ihr Vater ist, erwidert sie, dass sie nur Bartolo, den langjährigen Lebensgefährten ihrer Mutter, als Vater anerkennt.

Auf der darauffolgenden Reise Alexandras und Giulios nach Madrid, in der Alexandra über eine Abtreibung nachdenkt, erleben Giulio und Francesca, die ihm heimlich nachgereist ist, glückliche Momente. Nach ihrer Rückkehr nach Florenz schlägt Francesca vor, die Beziehung jetzt zu beenden, an dem Punkt, an dem es am schönsten ist. Sie besuchen in Florenz ein Kino, wo sie gemeinsam den Film Vampyr – Der Traum des Allan Gray ansehen. Während der Vorstellung verlässt Francesca den Kinosaal, und sie bleibt verschwunden. In der letzten Sequenz beobachtet Francesa von einem Versteck aus, wie Giulio das Kino verlässt, sie sucht und dann mit dem Auto davonfährt.

Produktion und Veröffentlichung

Das Bild zeigt eine malerische Szenerie mit einer langen, geraden Straße, die von hohen, dicht bewachsenen Zypressen gesäumt ist. Die Bäume bilden mit ihren überhängenden Ästen eine Art natürlichen Tunnel, der das Bild dominiert. Die Straße besteht aus Kies und Erde und wirkt unbefestigt, was zur ländlichen Atmosphäre beiträgt. Links der Straße verläuft eine niedrige Steinmauer, die von einem grasbewachsenen Bereich flankiert wird. Auf der rechten Seite erkennt man ebenfalls eine Steinmauer, hinter der sich Grasflächen und blühende Pflanzen befinden. In der Ferne fährt ein rotes Auto die Straße entlang, und eine einzelne Person ist zu Fuß darauf unterwegs. Das Bild strahlt Ruhe und Friedlichkeit aus und vermittelt das Gefühl eines idyllischen Rückzugsortes, fernab von städtischem Lärm.
Zypressenalle in der Villa La Pietra

Der Film wurde an verschiedenen Schauplätzen in Florenz gedreht, die lange Eingangssequenz im Garten der Villa La Pietra und die folgende lange Autofahrt in der Zypressenallee der Villa. Così come sei blieb der einzige Film, in dem Alberto Lattuada mit dem spanischen Kameramann José Luis Alcaine zusammengearbeitet hat.

Für die damals erst 17-jährige Nastassja Kinski war es der erste Auftritt in einem internationalen Kinofilm. Mastroianni wird von Holger Hagen synchronisiert, José María Caffarel von Hans Korte.

Die Filmmusik wurde unter der Leitung von Ennio Morricone eingespielt, Oscar Valdambrini spielt die Solo-Trompete und das Solo-Flügelhorn.[2]

Internationaler Kinostart war am 14. September 1978, in Deutschland kam der Film am 16. Februar 1979 in die Kinos.[3] am 31. Juli 1992 wurde er in Deutschland auf Sat.1 erstmals im Fernsehen gezeigt.[1] 2005 brachte SEDNA Medien & Distribution eine DVD in deutscher Sprache heraus. Am 30. Oktober 2023 veröffentlichte VZ eine Blu-ray in deutscher und italienischer Sprache, zusammen mit einem Booklet und dem Soundtrack mit Videoclips als Bonus.

Rezeption

Die Filmmusik von Ennio Morricone wurde erstmals 1978 von Cinevox Record auf einer LP veröffentlicht. 1979 folgte in Deutschland eine LP des Labels Ariola in Stereo. In den folgenden Jahren gab es eine Reihe weiterer Aufnahmen auf Cassette und auf CD. 2022 brachte Cinevox in Vinyl eine limitierte Auflage von 500 Stück der Aufnahme von 1978 auf den Markt.

Kritik

Das Lexikon des internationalen Films nennt den Film eine „Liebesromanze in Starbesetzung – in veraltetem Stil flach und rührselig in Szene gesetzt.“[1]

Nachdem der Kritiker von Time überlegt hat, wie man heute, in einer Zeit schwindender verbindlicher sozialer Regeln ein überzeugendes Motiv in einen Liebesfilm einbauen könne, das die Vereinigung der Liebenden unmöglich macht, meint er, der Inzest diene hier nur einem vorsichtigen und zurückhaltenden Mann als Rechtfertigung dafür, der Impulsivität und Vitalität seiner jungen Liebhaberin zu widerstehen. „Wenn sie ihn schließlich verlässt, ist es nicht das Tabu, das sie auseinanderbringt, sondern ihr romantisches Bestehen darauf, eine Affäre zu beenden, wenn sie auf dem Höhepunkt ist, bevor die Streitereien anfangen.“[4] Zu der Leistung der Schauspieler schreibt er, Mastroianni sei einer der wenigen, die männliche Schwäche spielen könnten und zugleich die Sympathie des Zuschauers behielten, und zwar wegen seiner Fähigkeit, männliche Verletzlichkeit sanftmütig-komödiantisch zu kommentieren. Kinski sei einfach entzückend, wirklich sexy und übermütig, ohne deswegen peinlich aufdringlich zu sein. „Das Ergebnis ist eine überraschend erfreuliche Unterhaltung“.[5]

Einzelnachweise

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