Bob Draga

US-amerikanischer Jazzmusiker (Klarinette, auch Komposition) From Wikipedia, the free encyclopedia

Bob Draga (* 23. September 1947; † 23. September 2025[1]) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Klarinette, auch Komposition), der sowohl im Hot Jazz als auch im Swing beheimatet war.

Leben und Wirken

Draga, der in Florida aufwuchs, begann im Alter von 11 Jahren mit dem Klarinettenspiel, nachdem sein Vater darauf bestanden hatte, dass er das Posaunenspiel aufgab. Als weitgehender Autodidakt entwickelte er einen flüssigen, ausdrucksstarken Ton. Nachdem er 1969 einer lokalen Dixieland-Gruppe in Clearwater beigetreten war und einige Jahre später ein Swing-Quartett leitete, schloss er sich 1979 Bill Allreds Reedy Creek Jazz Band an. Dann gründete er zusammen mit der Sängerin Paulette Pepper die Garden Avenue Seven, mit der erste Aufnahmen entstanden und er mehr als zwei Jahrzehnte lang auftrat. Nachdem sich die Band 1983 beim San Diego Jazz Festival präsentierten, kam es bald zu einer Reihe von Auftritten an der amerikanischen Westküste.[1]

Draga war langjähriges Mitglied weiterer Jazzbands, darunter die Draga-Vax Connection und zuletzt die Titan Hot 7.[2] Er leitete außerdem das Bob Draga Sextet & Orchestra. 1992 legte er unter eigenem Namen das Album Swing Sweet Clarinet vor, auf dem er Jazzstandards wie „Shine“, „My Melancholy Baby“, „Misty“ oder „I Can’t Believe That You’re in Love with Me“ spielte. Im Bereich des Jazz war er laut Tom Lord zwischen 1980 und 2007 an 15 Aufnahmesessions beteiligt, u. a. mit The New Reformation Band.[3] Mit den Draga-Coots-Allstars, die er mit dem Schlagzeuger Danny Coots leitete, tourte er 2012 in Deutschland und Österreich.[4] Als Musiker nahm er an den Jazzkreuzfahrten von Jazzdagen Cruises teil. 2025 trat er noch mit seinen langlebigen Dragons in der Veranstaltungsreihe JazzBash '25 in Monterey auf.[1]

Dragas flüssiger Ton spiegelt angeblich eine Mischung aus dem Spiel von Irving Fazola und Benny Goodman wider;[4] nach eigener Meinung war er jedoch Anhänger von Pete Fountain.[1]

Diskographische Hinweise

  • Swing Sweet Clarinet (Garden Avenue Seven, 1992), mit Bob Zeppernick, Paul O’Connor, Spike Bamsey, John Mercer, Dick „Spanky“ Maley
  • Bob Draga & Jeff Barnhart with the Titan Hot Five: Jam in Music City (Titan Hot Five, 1998)
  • The Bob Draga Sextet & Orchestra: Mood Swings (BD, 1999)
  • Jeff Barnhart, Bob Draga, Danny Coots: We Three (Jazz Alive Records, 2005)

Einzelnachweise

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