Bob Pulford

kanadischer Eishockeyspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Robert Jesse „Bob“ Pulford (* 31. März 1936 in Newton Robinson, Ontario; † 5. Januar 2026) war ein kanadischer Eishockeyspieler, -trainer und -funktionär, der im Verlauf seiner aktiven Karriere zwischen 1953 und 1972 unter anderem 1168 Spiele für die Toronto Maple Leafs und Los Angeles Kings in der National Hockey League (NHL) auf der Position des linken Flügelstürmers bestritten hat. Mit den Maple Leafs gewann Pulford während dieser Zeit viermal den Stanley Cup. Anschließend war er weitere 35 Jahre als Trainer und Funktionär für die Los Angeles Kings und Chicago Blackhawks in der NHL tätig. Für seine Verdienste um das Eishockey wurde Pulford im Jahr 1991 mit der Aufnahme in die Hockey Hall of Fame geehrt.

Schnelle Fakten Kanada Bob Pulford, Hockey Hall of Fame, 1991 ...
Kanada  Bob Pulford
Hockey Hall of Fame, 1991

Geburtsdatum 31. März 1936
Geburtsort Newton Robinson, Ontario, Kanada
Todesdatum 5. Januar 2026
Größe 180 cm
Gewicht 85 kg

Position Linker Flügel
Schusshand Links

Karrierestationen

1953–1956 Toronto Marlboros
1956–1970 Toronto Maple Leafs
1970–1972 Los Angeles Kings
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Karriere

Pulford spielte während seiner Juniorenzeit zwischen 1953 und 1956 gemeinsam mit Billy Harris, Bobby Baun, Bob Nevin und Carl Brewer für die Toronto Marlboros in der Ontario Hockey Association (OHA). Das stark besetzte Team gewann in den Jahren 1955 und 1956 jeweils das Double bestehend aus dem J. Ross Robertson Cup der OHA sowie dem Memorial Cup des Dachverbands Canadian Hockey League.

Als 20-Jähriger schaffte Pulford in der Saison 1956/57 auf Anhieb, sich in den Kader der Toronto Maple Leafs aus der National Hockey League (NHL) zu spielen. Die Leafs zählten in diesen Jahren zu den weniger erfolgreichen Teams, doch eine Reihe junge Spieler brachten sie an die Spitze der NHL. So konnte das Team in der Saison 1961/62 nach über zehn Jahren endlich den Stanley Cup wieder nach Toronto holen. In den beiden folgenden Jahren wurde der Titel verteidigt. Mit 30 Jahren zählte er in der Saison 1966/67 beim vierten Stanley-Cup-Erfolg auch schon zu den erfahrenen Spielern im Kader. Pulford zählte zu den besten Forecheckern der Liga. Detroits Gordie Howe bezeichnete ihn als einen der unangenehmsten Gegenspieler, da er als Angreifer sehr gut verstand, was die gegnerische Offensive vorhatte, und in der Lage war, dies zu verhindern. Im Jahr 1967 zählte er auch zu den Gründungsmitgliedern der Spielergewerkschaft National Hockey League Players’ Association (NHLPA) und war deren erster Präsident.

Nach 14 Jahren in Toronto wechselte Pulford zur Saison 1970/71 zu den Los Angeles Kings, die im Gegenzug unter anderem Garry Monahan nach Toronto schickten. Zwei Jahre stand er im Kader der Kings, bevor er seine aktive Karriere beendete.

In sieben Jahren hatte er während seiner aktiven Zeit im Abendstudium seinen Hochschulabschluss absolviert. Trotzdem blieb er dem Sport treu. Die Los Angeles Kings verpflichteten ihn sofort als Trainer, nachdem er seinen Rücktritt erklärt hatte. In seiner dritten Spielzeit hinter der Bande wurde er als zweiter Trainer mit dem Jack Adams Award als bester Trainer der NHL ausgezeichnet. In der Saison 1977/78 übernahm er das Traineramt und gleichzeitig die Position des General Managers bei den Chicago Black Hawks. Nach zwei Jahren hinter der Bande, verpflichtete er einen neuen Trainer und konzentrierte sich voll auf die Position des General Managers. In seinen 13 Jahren in dieser Position kehrte er zweimal hinter die Bande zurück. Inzwischen Vizepräsident übergab er 1990 auch die Position des General Manager an den bisherigen Trainer Mike Keenan. Nach drei Jahren übernahm er wieder die Manager-Position. Bis 2005 übergab er diese Position zwei weitere Male, doch immer wieder kehrte er zurück. In der Saison 1999/2000 kehrte er auch hinter die Bande zurück und übernahm das Team von Lorne Molleken, der zum Assistenten zurückgestuft wurde. Seit 2005, kurz vor seinem 70. Geburtstag, beschränkte er sich wieder auf seine Rolle als Vizepräsident. Seinen Posten als General Manager der Blackhawks übernahm Dale Tallon, der bereits seit 2003 Pulfords Assistenz war.

Bereits 1991 ehrte ihn die NHL mit der Aufnahme in die Hockey Hall of Fame.

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1953/54 Toronto Marlboros OHA 17591412 15471112
1954/55 Toronto Marlboros OHA 4724224643 137101729
1955 Toronto Marlboros Memorial Cup 1154915
1955/56 Toronto Marlboros OHA 4830255587 11168242
1956 Toronto Marlboros Memorial Cup 131382116
1956/57 Toronto Maple Leafs NHL 6511112232
1957/58 Toronto Maple Leafs NHL 7014173148
1958/59 Toronto Maple Leafs NHL 7023143753 124488
1959/60 Toronto Maple Leafs NHL 7024285281 1041510
1960/61 Toronto Maple Leafs NHL 4011182941 50008
1961/62 Toronto Maple Leafs NHL 7018213998 1271824
1962/63 Toronto Maple Leafs NHL 7019254449 1025714
1963/64 Toronto Maple Leafs NHL 7018304873 1453820
1964/65 Toronto Maple Leafs NHL 6519293946 611216
1965/66 Toronto Maple Leafs NHL 7028285651 411212
1966/67 Toronto Maple Leafs NHL 6717284528 121101112
1967/68 Toronto Maple Leafs NHL 7420305040
1968/69 Toronto Maple Leafs NHL 7111233420 40002
1969/70 Toronto Maple Leafs NHL 7418193731
1970/71 Los Angeles Kings NHL 5917264353
1971/72 Los Angeles Kings NHL 7313243748
OHA gesamt 1125956115142 3927255243
NHL gesamt 1079281362643792 89252651126
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(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

NHL-Trainerstatistik

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp S N U Pkt Platz Sp S N Resultat
1972/73 Los Angeles Kings NHL 78313611736., Westernnicht qualifiziert
1973/74 Los Angeles Kings NHL 78333312783., West514Niederlage im Viertelfinale
1974/75 Los Angeles Kings NHL 804217211052., Norris312Niederlage in der Vorrunde
1975/76 Los Angeles Kings NHL 8038339852., Norris954Niederlage im Viertelfinale
1976/77 Los Angeles Kings NHL 80343115832., Norris945Niederlage im Viertelfinale
1977/78 Chicago Black Hawks NHL 80322919831., Smythe404Niederlage im Viertelfinale
1978/79 Chicago Black Hawks NHL 80293615731., Smythe404Niederlage im Viertelfinale
1981/82 Chicago Black Hawks NHL 2812142724., Norris1587Niederlage im Conference-Finale
1984/85 Chicago Black Hawks NHL 271674832., Norris1596Niederlage im Conference-Finale
1985/86 Chicago Black Hawks NHL 8039338861., Norris303Niederlage im Division-Halbfinale
1986/87 Chicago Blackhawks NHL 80293714723., Norris404Niederlage im Division-Halbfinale
1999/00 Chicago Blackhawks NHL 5828246623., Centralnicht qualifiziert
NHL gesamt 8293633301368623 Divisionstitel7128430 Stanley Cups
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(Legende zur Trainerstatistik: Sp oder GC = Spiele insgesamt; W oder S = erzielte Siege; L oder N = erzielte Niederlagen; T oder U = erzielte Unentschieden; OTL oder OTN = erzielte Niederlagen nach Overtime oder Shootout; Pts oder Pkt = erzielte Punkte; Pts% oder Pkt% = Punktquote; Win% = Siegquote; Resultat = erreichte Runde in den Play-offs)

Commons: Bob Pulford – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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