Bodo von Schweykowski
deutscher Theater- und Filmregisseur
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Leben und Wirken
Jugend (1921–1947)
(Die Angaben zu seiner Herkunft und Jugend stammen von ihm und können erfunden sein!) Bodo von Schweykowski stammte [angeblich] aus polnischen und baltischen Adelsfamilien.[1] Sein Vater Bogislaw von Schweykowski soll Kaufmann (in Berlin?) gewesen sein, die Mutter sei Oda von Stahl gewesen.[2] Bodo von Schweykowski besuchte [angeblich] das renommierte humanistische Gymnasium Carolinum in Neustrelitz. Danach wurde er wahrscheinlich Soldat und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.[3] (Er studierte [angeblich] auch Jura mit dem Abschluss des Staatsexamens in Berlin.[4])
Theater und Film in Ostdeutschland (1948–1956)
(Die folgenden Angaben sind durch unabhängige Quellen belegt.) Ab 1948 war Bodo von Schweykowski am Theater in Senftenberg angestellt.[5] 1950 inszenierte er ein Theaterstück in Chemnitz als Gast. Danach war er für das Theater im Haus der Kultur der Sowjetunion (jetzt Maxim-Gorki-Theater) in Berlin tätig, das er mit einer eigenen Inszenierung Ende 1950 eröffnete. Er wohnte in Berlin-Karlshorst und hatte offenbar gute Kontakte zu Vertretern der Sowjetischen Militäradministration, deren Sitz sich in der Nähe befand.[6] In dieser Zeit war er auch mit dem Schriftsteller Erwin Strittmatter in Spremberg bekannt.[7]
Ab 1952 war Bodo von Schweykowski beim neu gegründeten Deutschen Fernsehfunk angestellt, für den er in den nächsten Jahren einige der ersten Filme im Studio drehte.[8][9]
Theater und Film in Westdeutschland (1956–1980)
Um 1956 siedelte er legal nach Westdeutschland über. 1958 war er am Theater in Hannover und 1959 am Theater der Jugend in Hamburg angestellt.[10] Seit etwa 1964 drehte er Kurzfilme mit dem Pseudonym Eugène Delmas, spätestens ab 1969 war er an Sendungen für das Schulfernsehen des Bayerischen Rundfunks beteiligt.[11]
Tätigkeiten
Filme
Für den Deutschen Fernsehfunk (Regie)
- 1953 Die Laune der Verliebten (nach Goethe)
- 1953 Der Heiratsantrag (nach Tschechow)
- 1953 Don Juan oder Der steinerne Gast (nach Puschkin)
- 1954 Die Entscheidung des Tilman Riemenschneider
- 1954 Die schwarze Liste (nach Stefan Heym)
- 1955 Die Kassette
- 1955 Die Häuser des Herrn Sartorius
Für den Bayerischen Rundfunk Schulfernsehsendungen, spätestens ab 1969 (mit dem Pseudonym Eugène Delmas)
- 1971 Der deutsche Expressionismus, zusammen mit Lothar
Aus der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin (West) filmte er mindestens zwei Inszenierungen (als Eugène Delmas)[12]
- Prinz Friedrich von Homburg, von Heinrich von Kleist, 1979
- Maria Magdalena, von Friedrich Hebbel, 1979
Theater
Städtische Theater Chemnitz (eine Inszenierung als Gast)
- Frieden, von Zdenek Blaha, 1950[13]
Theater im Haus der Kultur der Sowjetunion [später Maxim-Gorki-Theater], Berlin (zwei Inszenierungen)
Publikationen
Er verfasste auch einige Artikel über Theateraufführungen
- H.-J. Büttner als Prometheus des Theaters, in Die Weltbühne, 21/1952, S. 658–659
Er verfasste mindestens ein Schauspiel (als Eugène Delmas)
- Die Bande und der General. Groteske nach Motiven von Feydeau "Un fil à la patte", Ahn & Simrock, Berlin (West), 1960
Literatur
- Who is who in Europe. Éditions de Feniks, Bruxelles 1964 [oder 1967?], p. 2351 (kurzer Auszug), mit biographischen Angaben