Boom style

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Die Boom Style‑Architektur bezeichnet einen späten viktorianischen Baustil, der vor allem in den wirtschaftlich boomenden Jahren um 1875 bis 1890 in Australien verbreitet war.[2] Ausgelöst durch die reichlichen Goldfunde und den raschen Bevölkerungs‑ und Wohlstandsanstieg erlebten Städte wie Melbourne und Sydney eine rege Bautätigkeit – insbesondere im prächtigen Stil des Boom Style.

APA-Gebäude, Melbourne, um 1900. Historischer Wolkenkratzer und Beispiel für den Boom style. Architekt: Henry Kemp[1]

Begriff und Merkmale

Der Begriff „Boom Style“ wurde insbesondere von australischen Architekturhistorikern geprägt, um diesen Stilwandel in Melbourne im Rahmen des Immobilien‑ und Goldbooms zu beschreiben. Charakteristisch für diesen Stil sind opulent ausgestaltete Fassaden mit polychromem Ziegelwerk, vielfältigem Stuck‑ und Eisenornament, reichen Veranden mit filigranen Eisensäulen sowie Schiefer‑ oder Ornamentziegel‑Dächer mit geschweiften Kanten. Obwohl viele Gebäude dieser Zeit in der Finanzkrise der 1890er‑Jahre ihre Wirkung verloren, gilt die Boom Style‑Architektur heute als bedeutender Teil des industrialisierten Städtebaus Australiens und wichtige Phase im architektonischen Erbe der Kolonialzeit.[3]

Literatur

  • Stuart King and Julie Willis: Mining Boom Styles. In Proceedings of the Society of Architectural Historians, Australia and New Zealand, Vol. 33, Gold, edited by Ann Marie Brennan and Philip Goad, 334-345. Published in Melbourne by SAHANZ, 2016. ISBN 978-0-7340-5265-0. PDF.

Einzelnachweise

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