Borgo Ticino
italienische Gemeinde
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Borgo Ticino (piemontesisch Borgh Tisén, lombardisch Burgh Tisin) ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Novara (NO), Region Piemont.
| Borgo Ticino | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Provinz | Novara (NO) | |
| Koordinaten | 45° 41′ N, 8° 36′ O | |
| Höhe | 299 m s.l.m. | |
| Fläche | 13 km² | |
| Einwohner | 5.136 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Fraktionen | Gagnago, Campagnola | |
| Postleitzahl | 28040 | |
| Vorwahl | 0321 | |
| ISTAT-Nummer | 003025 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Borgoticinesi | |
| Schutzpatron | Maria Vergine Assunta | |
| Website | Gemeinde Borgo Ticino | |
Lage der Gemeinde Borgo Ticino in der Provinz Novara | ||
Lage und Einwohner
Die Gemeinde Borgo Ticino liegt rund 30 km nördlich von der Provinzhauptstadt Novara unweit des südlichen Endes des Lago Maggiore. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 13 km² und hat 5136 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024). Zur Gemeinde zählen auch die beiden Fraktionen Gagnago und Campagnola.
Die Nachbargemeinden sind Agrate Conturbia, Castelletto sopra Ticino, Comignago, Divignano, Varallo Pombia und Veruno.
Bevölkerungsentwicklung

Verkehrsanbindung
Borgo Ticino hat eine Bahnhof an der Bahnstrecke Arona-Novara. Mit den Bussen der STN-Linien ist die Gemeinde an die Linien Novara-Domodossola-Arona, Novara-Varallo Pombia-Borgomanero, Novara-Bellinzago-Oleggio-Marano, Tessin-Pombia-Varallo und Pombia-Borgoticino angebunden.
Mit der Staatsstraße 32 hat die Gemeinde Anschlüsse nach Novara und an die Verbindungsautobahn Autostrada A8/A26.
Geschichte
Das Marine-Einsatz-Kommando 80 sollte nach seiner Aufstellung ab Juni 1944 am Lago Maggiore für den gemeinsamen Einsatz mit „Sturmkampfmitteln“ italienischer Herstellung seine Ausbildung abschließen. Doch es wurde in immer stärkerem Maße zur Sicherung der Marine-Einrichtungen in Oberitalien vor Partisanenangriffen eingesetzt.
Die Einsätze in der Partisanenbekämpfung kulminierten am 13. August 1944 in der Erschießung von zwölf unschuldigen italienischen Zivilisten in Borgo Ticino als Sühnemaßnahme. Nach dem Ende des Krieges wurden die Ereignisse zweimal vor italienischen Militärgerichten aufgearbeitet. 1949 wurde der Kommandoführer des Marine-Einsatz-Kommandos 80 verurteilt, mehr als 70 Jahre später, 2012, auch sein Stellvertreter.[2]
