Boris Celeste

In Deutschland lebende schriftstellerisch tätige Person From Wikipedia, the free encyclopedia

Boris Celeste, [ˈboːʁɪseˈlɛstə] (* 7. Juni 1979 in Marburg; auch Boris Celeste Hoge-Benteler), ist eine in Deutschland lebende, schriftstellerisch tätige Person. Bis 2025 erschienen ihre Werke unter den Namen Boris Hoge und Boris Hoge-Benteler; seit 2026 tritt sie öffentlich als Boris Celeste auf[1].

Biografie

Boris Celeste wuchs in Salzkotten und Büren (Westfalen) auf, studierte Neuere deutsche Literatur, Italienisch, Geschichte sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Wien und promovierte 2012 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seit 2014 betreut er in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena verschiedene neuphilologische Fachreferate[2] und moderiert regelmäßig literarische Lesungen in Schillers Gartenhaus[3]. Im April 2022 erschien sein Debütroman „Sonnenstadt“. Boris Celeste lebt in Weimar.

Boris Celeste identifiziert sich als nichtbinär und akzeptiert alle Pronomen.[4] Er unterstützt die Initiative Weltoffenes Thüringen[5] und beteiligt sich an der Queer Media Society[6], welche sich für mehr Sichtbarkeit queerer Inhalte und Personen im Literaturbetrieb einsetzt. Er ist Mitglied des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller[7] sowie des PEN Berlin[8]. 2025 erhielt Boris Celeste ein Stipendium der Kulturstiftung Thüringen.[9]

Werke

Literarische Werke

Einzelveröffentlichungen

Veröffentlichungen in Sammelwerken

  • spiegelverkehrt. In: Wunderwerk Text. Literaturwettbewerb 2024. Auslese. Hrsg. für die Gruppe 48 e.V. von Uta Oberkampf und Heiger Ostertag. Bergheim: Mackingerverlag 2024, S. 61–67. ISBN 978-3-7504-9623-1
  • Apparaturen. In: Lichtungen 43 (2022) 172, S. 29–30. ISSN 1012-4705
  • Mitwahrnehmen. Marion Poschmanns „Die Sonnenposition“ und „höhere Vernunft“. In: Helmut Hühn, Nancy Hünger, Guido Naschert (Hrsg.): Was hält ein Gedicht zusammen? Einblicke in die Werkstätten deutschsprachiger Gegenwartslyrik. Weimar: Gutenberg 2018, S. 108–111. ISBN 978-3-936305-53-1
  • Am Hang. In: Rem-Phase Master-Cut. Anthologie. Ausgewählt von Stefan Heuer und Dirk Strauch. Burgdorf: Strauch 2002, S. 12–29.[10]
  • regennacht. In: Federwelt 21 (2000), S. 47. ISSN 1439-8362

Wissenschaftliche Werke

Einzelveröffentlichungen

  • Schreiben über Russland. Die Konstruktion von Raum, Geschichte und kultureller Identität in deutschen Erzähltexten seit 1989. Heidelberg: Winter 2012. ISBN 978-3-8253-6133-4

Datenbankbeiträge

  • Büscher, Wolfgang: Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß. In: Kindlers Literatur-Lexikon (Datenbank, 31. März 2016).[11]

Veröffentlichungen in Zeitschriften oder Sammelwerken

  • Schacht, Ulrich (2013), Grimsey. Eine Novelle. In: Zielsprache Deutsch 43 (2016) 3, S. 65–67. ISSN 0341-5864
  • Metakonstruktion. Zu Möglichkeiten des Umgangs mit problematischen Russland-/Russendarstellungen in der jüngsten deutschen Erzählliteratur am Beispiel von Wolfgang Herrndorfs Roman „Tschick“. In: Kjl & m – Forschung, Schule, Bibliothek 67, 2015/2 (Sonderheft zum Thema „Russland“), S. 33–42. ISSN 1864-144X
  • Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. Roman. In: Bönnighausen, Marion; Vogt, Jochen (Hrsg.): Literatur für die Schule. Ein Werklexikon zum Deutschunterricht. Paderborn: W. Fink 2014, S. 447–448. ISBN 978-3-8252-8522-7
  • „Du deutscher, deutscher Zwerg“. Individualismus, russische Alterität und deutsche Identität in der deutschen Literatur seit 1989. In: Grucza, Franciszek (Hg.): Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit. Bd. 6. Frankfurt a. M. u. a.: Lang 2012, S. 309–313. ISBN 978-3-631-63206-2
  • „Kreuzzeitung“ und „russische Grenze“ – Das historische und geographische Detail bei Theodor Fontane und Eduard von Keyserling. In: Moderna språk 104 (2010) Nr. 2, S. 33–44, doi:10.58221/mosp.v104i2.8329.
  • „Das zerbrochene Ringlein“. Eduard von Keyserling und Joseph von Eichendorff. In: Aurora 68 (2008/2009), S. 79–88. ISSN 0341-1230

Als Mitherausgeber

  • Zeitenfenster. Aus den Beständen der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena. Hrsg. v. Kirsten Gerth, Uwe B. Glatz, Boris Hoge-Benteler u. Joachim Ott. Jena: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek 2021. ISBN 978-3-944919-31-7
  • Gerhart und Margarete Hauptmann – Oskar Loerke. Briefwechsel. Hrsg. v. Peter Sprengel et al. Bielefeld: Aisthesis 2006. ISBN 978-3-89528-552-3
  • Theodor Storm – Gebrüder Paetel. Briefwechsel. Hrsg. v. Roland Berbig et al. Berlin: E. Schmidt 2006. ISBN 978-3-503-07950-6

Auszeichnungen

  • 2025: Stipendium der Kulturstiftung Thüringen[12]

Literatur

  • Walter Gödden: Gefährdete Innenwelten ausloten - in Boris Hoge-Bentelers Roman "Klosterberg" durchwandert der Protagonist die Höllenqualen seiner Psyche. In: querbeet 9. 60 neue Essays, Szenen und Notizen zur westfälischen Literatur. Bielefeld: Aisthesis 2026, S. 466-472.
  • Nils Rottschäfer: „Ich nahm das alles, ausnahmslos alles wahr“. Grenzerfahrungen in Boris Hoge-Bentelers Roman „Sonnenstadt“. In: Literatur in Westfalen. Beiträge zur Forschung 21, 2025, S. 95–108. ISBN 978-3-8498-2104-3.
  • Kürschners deutscher Literatur-Kalender 2024/2025 (74). Berlin u. a.: De Gruyter 2025, S. 378. ISBN 978-3-11-138202-9.

Einzelnachweise

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