Boris Zemelman

amerikanischer Neurowissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Boris Valery Zemelman (* 10. September 1967)[1] ist ein amerikanischer Neurowissenschaftler russischer Herkunft[2]. Er gilt als einer der Wegbereiter des neuen Wissenschaftszweiges der Optogenetik.[3][4][5]

Werdegang

Boris Zemelman kam erst im Jahr 1978 im Alter von zehn Jahren als Sohn der russischen Immigranten Valery und Evelina Zemelman in die USA nach Wilton, Connecticut.[2] Dort besuchte er die Wilton High School, an welcher er 1985 seinen Abschluss machte und ihm für seine exzellenten schulischen Leistungen das Charles G. Mortimer Scholarship verliehen wurde.[6]

Zemelman studierte Biochemie an der Stanford University, wo er im Jahr 1997 mit einer Dissertationsschrift über Purification and characterization of a novel mammalian recombinase[7] bei I. Robert Lehman[8] promoviert wurde.

Zemelman ist Assistant Professor für Neurowissenschaften am Center for Learning and Memory an der University of Texas at Austin.[9] Des Weiteren forscht er als Gastwissenschaftler am Dudman Lab des Janelia Farm Research Campus.[10]

Forschungstätigkeit

Nach dem Abschluss seiner Dissertation widmete sich Zemelman zunächst Forschungen zu SNARE-Proteinen wie Synaptobrevin und ihren Einfluss auf die intrazelluläre Membranfusion.[11]

Bekanntheit erlangte Zemelman durch seine gemeinsamen Forschungsarbeiten mit Gero Miesenböck[12] aus den Jahren 2002[13] und 2003[14] zur selektiven Lichtstimulation von Neuronen, die als Grundlagen des von Karl Deisseroth 2005 weiterentwickelten neuen Forschungszweiges der Optogenetik gelten.[4][5] In Fachkreisen wurden diese drei Wissenschaftler gemeinsam als Geheimtipp für den Nobelpreis 2013 gehandelt.[3] Zemelman und Miesenböck setzten zunächst Rhodopsin und Arrestin der Drosophila als Photorezeptoren in kultivierten Säugetierneuronen ein, um die Neuronenaktivität zu kontrollieren.[13] Danach entwickelten sie Ionenkanäle als Schalter zur Steuerung von optischen und pharmakologischen Stimuli.[14]

Zurzeit forscht Zemelman zur Rolle des Hippocampus bei der Entstehung von Bewusstsein.[9][15][16]

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 1985: Charles G. Mortimer Scholarship[6]

Schriften (Auswahl)

  • Purification and characterization of a novel mammalian recombinase, Dissertationsschrift Stanford University 1997.

Einzelnachweise

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