Bougainville Copper

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Die Bougainville Copper Ltd. (BCL) ist eine australische Kupfer-, Gold- und Silber-Bergwerksgesellschaft.

Geschäftsfeld

Die Bougainville Copper Ltd. ist Besitzerin eines der größten Tagebaue der Welt, der Pangunamine auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Bougainville. Neben der Pangunamine gehören zu BCL weitere sieben Abbaulizenzen auf Bougainville, für die derzeit ein Abbaumoratorium besteht. Während der 1970er und 1980er Jahre trugen die Erträge von BCL mit ca. 20 % erheblich zur Finanzierung des papua-neuguineischen Staatshaushalts bei.

Beteiligungsstruktur

Hauptaktionär ist die Regierung der autonomen Region Bougainville, die insgesamt 72,9 % der Anteile der Gesellschaft kontrolliert. Davon werden 36,45 % direkt von der Regierung gehalten; weitere 36,45 % werden der Bougainville Mineral Ltd., einer lokalen Scheideanstalt, die das lokal geförderte Erz einschmelzen soll und die wiederum zu 100 % im Besitz der Regierung ist, gehalten. Der vom Staat Papua-Neuguinea gehaltene Anteil von 36,45 % wurde mit Wirkung vom 9. bzw. 12. Januar 2026 an das an die Regierung von Bougainville übertragen. Der Rest der Anteile liegt im Streubesitz. Ein Großteil der Kleinaktionäre ist auf der Insel Bougainville beheimatet[1].

Sitz der Gesellschaft und Vorstand

Geschichte

Nach 17-jähriger Tätigkeit hat die Bougainville Copper Ltd. am 15. Mai 1989 den Abbau in der Pangunamine eingestellt. Die überstürzte Schließung des Tagebaues war infolge zunehmender lebensbedrohlicher Attacken von Francis Onas Bougainville Revolutionary Army notwendig geworden. Der Konflikt um die Panguna-Mine entwickelte sich schnell zur provinzweiten Bougainville-Krise.

In seinem ersten Statement nach der Wahl zum Präsidenten der autonomen Regierung Bougainvilles hat John Momis am 8. Juni 2010 die Wiedereröffnung der Pangunamine im nationalen australischen Radiosender Pacific Beat angekündigt.[2]

Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Bougainville 2019 äußerten verschiedene Rohstoffkonzerne ein Interesse an der Wiederaufnahme des Kupferbergbaus in Panguna. Der Wert der Rohstoffreserven wird auf 5,3 Millionen Tonnen Kupfererz mit einem aktuellen Marktwert (2026) von ca. 55 Milliarden USD und knapp 20 Millionen Unzen Gold mit einem aktuellen Marktwert von ca. 80 Milliarden USD geschätzt[3]. Lokale Politiker würden eine Wiedereröffnung der Mine zwar begrüßen, hegen aber gegen ausländische Investoren aufgrund ihrer vergangenen Fehler wie Umweltzerstörung und politische Einflussnahme großes Misstrauen.[4] Es laufen seit 2021 Untersuchungen zur Umweltfolgenabschätzung, die vom früheren Betreiber RioTinto nach Abschluss eines Memorandum of understanding (MOU)[5] finanziert werden[6]. RioTinto hat sich aber bisher nicht dazu bekannt, sich an den Kosten zur Beseitigung der Umweltschäden zu beteiligen.

Eine angestrebte Sammelklage[7] von Einwohnern und lokalen Bauern, finanziert durch Panguna Mine Action LLC, wurde im September 2025 endgültig abgewiesen[8]. ABG Präsident Toroama beabsichtigt, im Juni 2026 die Wiedereröffnung der Panguna Mine zu verkünden[9]. Die Einnahmen aus dem Minenbetrieb sollen die für 2027 angekündigte Autonomie der Republik Bougainville und deren Abspaltung von Papua-Neuguinea maßgeblich finanzieren. Eine Wiedereröffnung der Mine wird einen Zeitraum von mehreren Jahren in Anspruch nehmen und ca. 6 Mrd. USD kosten. Mit Lloyd Metals & Energy Limited wurde ein MOU unterzeichnet, um eine strukturierte Plattform für Konsultationen über wichtige Entwicklungsprioritäten zu schaffen[10]. Der chinesische Mitbewerber wurde von ABG und Präsident Toroama abgelehnt[11].

Einzelnachweise

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