Bougouni (Kreis)

Kreis in Mali From Wikipedia, the free encyclopedia

Bougouni ist der Name eines Kreises (franz. cercle de Bougouni) in der Region Bougouni in Mali. Verwaltungssitz und Hauptstadt der Region, des Kreises und des gleichnamigen Zentral-Bezirks ist die Stadt Bougouni.

Geschichte

In der Kolonialzeit wurde der Kreis nach der Einnahme von Bougouni Ende 1893 gegründet. Er diente als Verwaltungsbezirk in Französisch-Westafrika. In unterschiedlichen Konstellationen bestand er bis zu Unabhängigkeit fort.[1]

Im Juni 1960 war der Kreis Bougouni einer von 24 Kreisen der Sudanesischen Republik, die Zuge der Unabhängigkeit Malis eingerichtet wurden. Er wurde zusammen mit den Kreisen Koutiala und Sikasso in der Region Sikasso errichtet.[2]

In einer Situationsfeststellung des Innenministeriums 1961 umfasste der Kreis drei Unterdivisionen Zentral, Kolondiéba und Yanfolila, die in insgesamt 12 Bezirke gegliedert waren.[3]

Weitere Informationen Kreis, Subdivision ...
Untergliederung im Kreis Bougouni 1961
Kreis Subdivision Bezirke
Bougouni Zentral Sanso, Garalo, Dogo, Koumantu, Kéléya, Manankoro
Kolondiéba Kadiana, Fakola
Yanfolila Filamana, Kangaré, Guéléninkoro, Kalana
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Die beiden Subdivisionen Kolondiéba und Yanfolila wurden noch im selben Jahr aus dem Kreis Bougouni ausgegliedert und selbst zum Kreis Kolondiéba und Kreis Yanfolila erhoben.[4]

1977 wurden drei weitere Bezirke gesetzlich festgeschrieben: Zentralbezirk Bougouni, Bezirk Faragouaran und Bezirk Zantiébougou. Somit war der Kreis Bougouni ab 1977 in insgesamt neun Bezirke gegliedert.[5] 1991 wurde die Gemeinde Bougouni im Kreis eingerichtet und die Unterteilung der Bezirke unverändert fortgeschrieben.[6]

1999 wurden die Bezirke aufgelöst und die Kreise in Gemeinden gegliedert. Der Kreis Bougouni umfasste ab 1999 insgesamt 26 Gemeinden:[7]

  • Die städtische Gemeinde, französisch commune urbaine Bougouni und
  • die 25 ländlichen Gemeinden, französisch commune rurale Bladié-Tiémala, Danou, Débélin, Défina, Dogo, Domba, Faradiélé, Faragouaran, Garalo, Kéleya, Kokélé, Kola, Koumantou, Kouroulamini, Méridiéla, Ouroun, Sanso, Sibirila, Sido, Syen Toula, Teimala Banimonotié, Wola, Yinindougou, Yiridougou, Zantiébougou.
Kreis Bougouni vor 2023

Der Kreis Bougouni wurde bei der Verwaltungsreform 2023 aus der Region Sikasso ausgegliedert und das Gebiet in den Status der Region erhoben. 13 Gemeinden wurden aus dem Kreis ausgegliedert um neue Kreise in der Region Bougouni zu bilden:[8][9]

  • Die sechs Gemeinden Garalo, Bladié-Tiémala, Défina, Sibirila, Yinindougou, Yiridougou bilden den neuen Kreis Garalo, Kreis 4 der Region Bougouni.
  • Die fünf Gemeinden Koumantou, Débélin, Domba, Sanso und Wola bilden den neuen Kreis Koumantou, Kreis 5 der Region Bougouni.
  • Die beiden Gemeinden Dogo und Méridiéla bilden den neuen Kreis Dogo, Kreis 10 der Region Bougouni.

Gliederung

Seit der Verwaltungsreform 2023 ist der Kreis Nummer 1501[10] in 4 Bezirke, 13 Gemeinden und 221 Dörfer, Ortsteile oder Stadtviertel (VFQ, franz.: villages, fractions oder quartiers) unterteilt.[9]

Weitere Informationen Code Bezirk, Bezirke ...
Bezirke[8] und Gemeinden[9] im Kreis Bougouni
Code
Bezirk
Bezirke Code
Gemeinde
Gemeinde Hauptort VFQ
150101 Zentralbezirk Bougouni 15010101 Bougouni Bougouni 31
15010102 Faradiélé Faradiélé 9
15010103 Kokélé Kokélé 13
15010104 Kola Kola-Sokoro 10
15010105 Sido Sido 17
15010106 Tiémala-Banimonotié Kologo 28
150102 Bezirk Kéléya 15010201 Kéléya Kéléya 22
15010202 Ouroun Ouroun 7
15010203 Syentoula Syentoula 12
150103 Bezirk Zantiébougou 15010301 Zantiébougou Zantiébougou 43
150104 Bezirk Faragouaran 15010401 Danou Torakoro 11
15010402 Faragouaran Faragouaran 11
15010403 Kouroulamini N'Tentou 7
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Bevölkerungszahlen

Die Einwohnerzahl betrug beim Zensus 2009 459.509 Einwohner.[11] (Zensus 2009) Umgerechnet auf die neue Verwaltungsgliederung im Jahr 2023 entspricht dies 211.317 Einwohner.[12]

Im Jahr 2023 wurden 339.574 Einwohner erfasst.[13][14]

Einzelnachweise

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