Brassilexin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Brassilexin ist eine organische Verbindung. Es besitzt eine Indol-Teilstruktur und dient Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler als Abwehrstoff.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Brassilexin
Allgemeines
Name Brassilexin
Andere Namen

8H-[1,2]Thiazolo[5,4-b]indol (IUPAC)

Summenformel C9H6N2S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 119752-76-0
PubChem 135413564
ChemSpider 19992709
Wikidata Q82897002
Eigenschaften
Molare Masse 174,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

172–173 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Brauner Senf

Brassilexin kommt Kreuzblütlern (Brassicaceae) vor, beispielsweise in Braunem Senf.[3][4] Es dient als Phytoalexin zur Verteidigung, beispielsweise gegen Pilze. Die Verbindung spielt eine wichtige Rolle bei der Resistenz der Pflanze gegen den pathogenen Pilz Leptosphaeria maculans (siehe Wurzelhals- und Stängelfäule).[3] Biosynthetische Vorläufer sind Brassinin und Cyclobrassinin.[5]

Synthese

Brassilexin kann durch eine Vilsmeier-Formylierung von Indolin-2-thion hergestellt werden. Dazu wird das Edukt zunächst mit Phosphorylchlorid in Dimethylformamid umgesetzt und dann mit wässrigem Ammoniak aufgearbeitet. Der Ringschluss erfolgt oxidativ mit Iod und Pyridin. Die Ausbeute beträgt etwa 65–70 %.[6][7] Eine andere einfache Herstellungsmethode ist die oxidative Ringkontraktion von Cyclobrassinin. Die Reaktion mit Natriumperiodat ergibt so in einem Schritt Brassilexin.[8]

Einzelnachweise

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