Briefformat

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Briefformat bezeichnet die physische Ausgestaltung einer Briefsendung hinsichtlich Größe, Form, Gewicht und weiterer Eigenschaften wie Maschinenfähigkeit oder Materialbeschaffenheit.

Briefumschlag von 1954

Im modernen Postwesen werden Briefformate standardisiert, um eine automatisierte Verarbeitung in Briefzentren zu ermöglichen.[1] Die konkreten Anforderungen unterscheiden sich je nach Postunternehmen und Versandart. Häufig orientieren sich Briefsendungen an genormten Papierformaten und Briefumschlägen wie den DIN-Formaten.

Der Begriff „Briefformat“ wird sowohl im postalisch-technischen als auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache führt unter anderem Beispiele wie „genormte Briefformate“ und „nationale Briefformate“ an.[2]

Grundlagen

Briefformate dienen der Vereinheitlichung postalischer Sendungen und erleichtern die Sortierung, Beförderung und Zustellung von Briefpost. Sie werden meist durch Vorgaben zu Länge, Breite, Höhe und Gewicht definiert.[1]

In Deutschland verwendet die Deutsche Post AG unter anderem die Formatklassen Standardbrief, Kompaktbrief, Großbrief und Maxibrief.[3]

Weitere Informationen Format, Maße ...
Format Maße Gewicht
Standardbrief bis 235 × 125 × 5 mm bis 20 g
Kompaktbrief bis 235 × 125 × 10 mm bis 50 g
Großbrief bis 353 × 250 × 20 mm bis 500 g
Maxibrief bis 353 × 250 × 50 mm bis 1000 g
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Typische Briefsendungen orientieren sich an genormten Papier- und Umschlaggrößen wie DIN A4, DIN A5, DIN lang, C6, C5 oder C4.

Automationsfähigkeit

Moderne Briefsendungen werden in Briefzentren weitgehend automatisiert verarbeitet. Dafür definieren Postunternehmen genaue Anforderungen an Maße, Gewicht, Gestaltung und Materialeigenschaften von Briefsendungen.[1]

Die Deutsche Post bezeichnet Sendungen, die diese Anforderungen erfüllen, als „automationsfähig“.[1]

Die Vorgaben betreffen unter anderem:

  • Mindest- und Höchstmaße
  • Gewicht und Dicke
  • rechteckige Form
  • Positionierung von Anschrift und Frankierung
  • Lesbarkeit der Anschrift
  • Kontrast und Druckqualität
  • Steifigkeit und Materialbeschaffenheit der Sendung[1]

Automationsfähige Briefsendungen können maschinell gelesen, codiert und sortiert werden.[1]

Sonderformate

Neben standardisierten rechteckigen Briefsendungen existieren verschiedene Sonderformen. Die Deutsche Post unterscheidet unter anderem zwischen quadratischen Sendungen, rollenähnlichen Formen, Kreativformen und sogenannten Flaschenposten.[4]

Als „rollenähnliche Form“ gelten Groß- oder Maxibriefsendungen mit ovalem oder kreisförmigem Querschnitt, sofern bestimmte Maßverhältnisse eingehalten werden.[4]

„Kreativformen“ bezeichnen Sendungen mit nicht rechteckiger oder quadratischer Kontur, beispielsweise herzförmige Karten. Diese müssen in einem Umschlag versendet werden.[4]

Auch sogenannte Flaschenposten können unter bestimmten Voraussetzungen als Brief versendet werden. Hierfür muss der Flaschenkörper abgeflacht und rechteckig ausgeführt sein.[4]

Geschichte

Mit zunehmender Mechanisierung der Briefbearbeitung wurden Briefsendungen im 20. Jahrhundert stärker normiert. Bereits 1959 beschrieb die Wochenzeitung Die Zeit die zunehmende Vereinheitlichung von Briefsendungen als Folge maschineller Briefsortierung. Der Artikel „Die Einheits-Post“ prognostizierte, dass sich „die Zahl der genormten Briefformate vermehren“ werde, bis individuelle Briefformate weitgehend verschwänden.[5]

Mit dem Konzept „Brief 2000“ führte die Deutsche Post seit den 1990er Jahren standardisierte Briefgrößen, automatisierte Sortierung und zentrale Briefzentren ein.[6]

Einzelnachweise

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