Brightpoint

amerikanisches Unternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Brightpoint ist ein US-amerikanischer, ehemals börsennotierter Distributor für drahtlose Kommunikationsgeräte und Zubehör, wie zum Beispiel Mobiltelefone. Seit Juli 2012 ist Brightpoint ein Tochterunternehmen der Ingram Micro.[2][3] Die Marke Brightpoint wurde 2013 durch Ingram Micro Mobility ersetzt.

Schnelle Fakten
Brightpoint, Inc.
Rechtsform Corporation
ISIN US1094734050
Gründung 1989[1]
Sitz Indianapolis, Vereinigte Staaten
Mitarbeiterzahl 6176 (2011)[1]
Umsatz 5,2 Mrd. US-Dollar (2011)[1]
Branche Telekommunikationstechnik
Website www.brightpoint.com (historisch)
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Geschichte

Das Unternehmen Dangaard Telecom hatte seinen Firmensitz in Padborg, Dänemark. Hauptgeschäftsführer war Steen F. Pedersen.[4]

Im Geschäftsjahr 2002/3 erzielte die Dangaard Telecom einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro und einen Vorsteuergewinn von 16,6 Mio. Euro.[4]

Dangaard Telecom war mit einem Umsatzvolumen von über 1,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2004/5 und rund 1000 Mitarbeitern in 15 Ländern Europas größter Distributor im Bereich Mobilfunk und Telekommunikation.[5]

Die seit 1999 bestehende[6] deutsche Tochter Dangaard Telecom Germany GmbH war mit einem Umsatz von rund 380 Millionen Euro (2004)[7] sowie 517 Mio. Euro (2006)[8] und 180 Mitarbeitern (2006)[9] eines der größten Unternehmen der Region Trier.[6] Firmensitz ist Trier.[9]

Fusion

Der TK-Distributor Brightpoint hatte die Mehrheit an seinem dänischen Konkurrenten Dangaard Telecom übernommen. Die Transaktion wurde in Form eines Aktientausches abgewickelt.[10] Dangaard erhielt im Gegenzug einen Anteil von 37 Prozent an Brightpoint sowie drei Posten im Aufsichtsrat. Chef des fusionierten Unternehmens wurde der bisherige Brightpoint-CEO Robert J. Laikin. Firmensitz ist Plainfield im US-Bundesstaat Indiana. Die Europazentrale bleibt in Dänemark.[10] Dangaard-CEO Steen F. Pedersen wird künftig als Präsident das Europageschäft leiten.

Das neue Branchenschwergewicht erwirtschaftete Unternehmensangaben zufolge 2006 einen Umsatz von rund 4,6 Milliarden US-Dollar und einen geschätzten operativen Gewinn von 106 Millionen Dollar. Zusammen verkauften die beiden TK-Distributoren 2006 mehr als 64 Millionen Geräte.[11] Die Transaktion wurde Anfang August 2007 abgeschlossen.[10][12] Ab 2008 traten beide Unternehmen unter dem gemeinsamen Namen Brightpoint auf.[13] In Trier befand sich weiterhin das Logistikzentrum von Brightpoint in Deutschland. 2008 beschäftigte Brightpoint Germany in Trier 186 Mitarbeiter.[14]

Brightpoint erzielte 2011 einen Umsatz von 5,24 Mrd. Euro und einen Gewinn von 48,8 Mio. Euro. Es handelte mit 112,2 Mio. Geräten.[15]

Im Oktober 2012 wurde Brightpoint für 840 Mio. US-$ von Ingram Micro übernommen.[16] Sechs seiner obersten Führungskräfte erhielten eine Abfindung von 30,7 Mio. US-$.[17]

Das Brightpoint Logistikzentrum in Trier beschäftigte 2012 170 Mitarbeiter.[18]

2013 wurde die Marke Brightpoint in Ingram Micro Mobility umbenannt.[16]

Das Logistikzentrum in Trier wurde 2014 geschlossen und durch das Logistikzentrum von Ingram Micro in Straubing ersetzt.[16]

Einzelnachweise

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