Brigitte Soubeyran

deutsche Schauspielerin und Regisseurin From Wikipedia, the free encyclopedia

Brigitte Soubeyran, geb. Worringen, spätere Grashof-Soubeyran (* 1932 in Köln; † 16. Januar 2015 in Klausthal) war eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin.

Jean and Brigitte Soubeyran im Stück Im Zirkus (1950)

Leben

Brigitte Souberan war eine gelernte Schneiderin. Sie kam zu Beginn der 1950er Jahre zum Pantomimen-Ensemble von Jean Soubeyran, den sie heiratete und von dem sie 1957 Sohn Manuel Soubeyrand bekam. Bereits 1955 kam es zu einer Gastspielreise durch die Bundesrepublik und die DDR. Hier wurde sie gemeinsam mit ihrem Mann von Bertolt Brecht an das Berliner Ensemble eingeladen und wirkte dort bis in die 1960er Jahre als Pantomime-Lehrerin, Choreografin und Bewegungsregisseurin.

Im Jahr 1959 entschied sich Brigitte Soubeyran aus politischer Überzeugung und weil es dort aus ihrer Sicht das bessere Theater gab, für eine Zuwanderung in die DDR. Sie wurde am Deutschen Theater eine enge Mitarbeiterin des Regisseurs Benno Besson. So wirkte sie als Schauspielerin und Choreografin an so legendären Inszenierungen wie Der Frieden (1962) von Peter Hacks (nach Aristophanes) mit. Die ausgebildete Tänzerin und Pantomimin war als Assistentin Bessons auch für das Schauspieltraining zuständig, sollte auch „die Körper der Schauspieler das Sprechen lehren“. In dieser Zeit lebte sie mit Wolf Biermann zusammen, der an der Humboldt-Universität zu Berlin studierte und von dem sie ein Kind bekam. Gemeinsam gründeten sie das Berliner Arbeiter- und Studententheater (b.a.t), welches 1963 aus politischen Gründen wieder geschlossen wurde.[1] Später wurde es das Studio der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, an der Soubeyran jahrzehntelang als Dozentin tätig war und als Professorin berufen wurde.

Mit Besson wechselte sie 1969 an die Berliner Volksbühne, wo sie ab 1971 selbst zu inszenieren begann, was zu dieser Zeit für eine Frau noch ungewöhnlich war.[2] Nach ihrem Weggang von der Volksbühne 1978 widmete sie sich an der Seite des Schauspielers Christian Grashof, neben Inszenierungen als freie Regisseurin in Budapest, Tübingen, Köln, Spoleto und Chemnitz, mehr und mehr dem Schreiben.[3][4][5]

Seit 1999 lebte Brigitte Soubeyran in einer Landkommune im uckermärkischen Klausthal. Dort starb sie am 16. Januar 2015. Sie war die Mutter von Manuel Soubeyrand, der unter anderem Intendant der Neuen Bühnen Senftenberg war, und von Jonas Soubeyrand, dem Leiter der Klausthaler Puppenbühne.[6]

Filmografie

  • 1959: Weißes Blut

Theater: Darstellerin

Theater: Regie

Hörspiele

Literatur

  • Wolf Biermann: Warte nicht auf bessere Zeiten. Die Autobiographie. Berlin 2016.

Einzelnachweise

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