Britta Wiegand (Juristin)

deutsche Richterin From Wikipedia, the free encyclopedia

Britta Beate Wiegand (* 12. Februar 1980[1] in Montabaur) ist eine deutsche Juristin. Seit 2026 ist sie Richterin am Bundessozialgericht.

Leben und Wirken

Nach ihrem Schulabschluss studierte Wiegand Rechtswissenschaften an der Universität Trier und der Universität Lausanne. Ihr Studium kombinierte sie mit einer fachspezifischen Fremdsprachenausbildung im anglo-amerikanischen Recht und legte 2004 in Trier das Erste Staatsexamen ab. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Trierer Lehrstuhl von Peter Axer, unter dessen Betreuung sie von der Universität Trier 2006 mit der sozialrechtlichen Arbeit Beleihung mit Normsetzungskompetenzen – Das Gesundheitswesen als Exempel zur Dr. iur. promoviert wurde. Nach ihrem Zweiten Staatsexamen im Jahr 2008 trat Wiegand in den höheren Justizdienst des Landes Rheinland-Pfalz ein. Dort wurde sie zunächst am Sozialgericht Mainz eingesetzt, von wo sie von 2013 bis 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundessozialgericht und anschließend an das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz abgeordnet wurde. Nach einer weiteren Abordnung an das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2017 wurde sie im September 2018 zur Richterin am Landessozialgericht Rheinland-Pfalz und im Dezember 2022 zur Präsidentin des Sozialgerichts Speyer ernannt. Neben ihrer richterlichen Tätigkeit publiziert Wiegand insbesondere zum Krankenversicherungs- und zum Vertragsarztrecht, kommentiert etwa in dem von Adolf Laufs begründeten Handbuch des Arztrechts.

Im Dezember 2025 wurde Wiegand vom Richterwahlausschuss zur Richterin am Bundessozialgericht gewählt.[2] Ihr neues Amt trat sie zum März 2026 an und wurde vom Präsidium des Bundessozialgerichts dem insbesondere für das Schwerbehindertenrecht, Streitigkeiten aus dem sozialen Entschädigungsrecht und Elterngeld sowie die Versicherungspflicht für Landwirte zuständigen 9./10 Senat zugewiesen.[3]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI