Brookfield Infrastructure
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Brookfield Infrastructure Partners (BIP) ist eine kanadische Investmentgesellschaft mit Sitz in Bermuda, die ein Portfolio an Infrastrukturanlagen besitzt und betreibt. Größter Anteilseigner des Unternehmens ist die Brookfield Corporation, die im Geschäftsjahr 2025 einen Eigentumsanteil von 31,3 % sowie 100 % der Stimmrechte an BIP hielt.[1][2][3]
| Brookfield Infrastructure Partners L.P. Brookfield Infrastructure Corporation | |
|---|---|
| Rechtsform | Limited Partnership (BIP) Corporation (BIPC) |
| ISIN | BMG162521014 (BIP) CA11276H1064 (BIPC) |
| Gründung | 2008 |
| Sitz | Hamilton; New York City; |
| Mitarbeiterzahl | 64.000 |
| Umsatz | 23,1 Mrd. US-Dollar[1] |
| Branche | Infrastruktur, Investmentgesellschaft |
| Website | bip.brookfield.com/ |
| Stand: 31. Dezember 2025 | |
BIP hält über zwei Tochtergesellschaften 75 % der Stimmrechte an der Brookfield Infrastructure Corporation (BIPC), die ebenfalls börsennotiert ist.[1]
Geschichte
Brookfield Infrastructure Partners wurde im Januar 2008 als Spin-off von Brookfield Asset Management gegründet, um ein spezialisiertes, börsennotiertes Vehikel für globale Infrastrukturanlagen zu schaffen. Bereits vor dieser formellen Gründung investierte der Konzern in diesem Sektor, etwa durch den Erwerb eines großen Stromübertragungssystems in Chile im Jahr 2006.[4]
In den Folgejahren expandierte das Unternehmen massiv durch Zukäufe, wie die 40-prozentige Beteiligung am australischen Infrastrukturmanager Babcock & Brown im Jahr 2009 oder den Erwerb von BUUK Infrastructure in Großbritannien.[4]
Um den Zugang für institutionelle Anleger zu erleichtern, die keine Anteile an einer auf Bermuda ansässigen Limited Partnership erwerben können, wurde 2020 die Brookfield Infrastructure Corporation - BIPC - als zusätzliche börsennotierte Einheit geschaffen.[5]
Im Jahr 2021 übernahm Brookfield Infrastructure den kanadischen Pipelinebetreiber Inter Pipeline.[6] Seit 2023 gehört der Containerleasing-Anbieter Triton International über BIPC zu Brookfield Infrastructure.[7]
Investitionsfelder
Das Unternehmen investiert in Infrastruktureinrichtungen, die es in vier Sektoren gruppiert. Diese Sektoren sind Utilities (Versorgungseinrichtungen), Transport, Midstream (Transport und Lagerung von Öl und Gas) und Data (Daten).[1]
Im Geschäftsbereich Utilities werden Fernleitungs- und Verteilnetze für Strom, Gas und Wasser zusammengefasst. Teil des Portfolios sind mehrere tausend Kilometer von Stromleitungen in Brasilien, Gasnetze in Brasilien und Indien sowie eine Industriegasanlage in Südkorea. Weiterhin werden Heiz- und Kühlanlagen für Wohngebiete sowie weitere Leitungsnetze betrieben.[1] Nach eigenen Angaben werden über die Leitungssysteme im Eigentum des Unternehmens rund 10 Millionen Menschen versorgt.[8]
Der Sektor Transport umfasst ein LNG-Export-Terminal in den USA, den Containerleasing-Anbieter Triton International sowie mehrere Terminals für Massengüter und Stückwaren im Vereinigten Königreich, Australien und Neuseeland. Weiterhin werden mehrere tausend Kilometer Schieneninfrastruktur in Nordamerika, Europa, Brasilien und Westaustralien betrieben. Brookfield gehören zudem rund 125.000 Eisenbahnwagen und 400 Lokomotiven in Nordamerika, welche verleast werden. In Brasilien werden 3200 Kilometer an Mautstraßen betrieben.[1]
Die Midstream-Sparte umfasst den Betrieb von 16 Gasverarbeitungsanlagen in Kanada sowie 19.500 Kilometern Pipelines und mehrere Tankanlagen in den Vereinigten Staaten und Kanada. In Kanada gehören Brookfield Polypropylen-Anlagen mit einer Produktionskapazität von 525.000 metrischen Tonnen pro Jahr.[1]
Der Geschäftsbereich Daten wird von verschiedenen Anlagen für den Datentransport und die Datenspeicherung gebildet. Hierzu zählen unter anderem 309.000 Sendetürme in Europa und Indien, 80.000 Kilometer Glasfaserkabel in Australien, Brasilien und den USA und 150 Rechenzentren für die Datenspeicherung.[1]
